Eispiraten: Stürmer kehrt aufs Eis zurück

Der Eishockey-Zweitligist aus Crimmitschau muss in den Play-downs gegen den Abstieg kämpfen. Sechs Teams kommen aktuell als Gegner infrage.

Crimmitschau.

Eine Lungenentzündung hat Fedor Kolupaylo zu einer langen Pause gezwungen. Der Deutsch-Russe stand drei Monate gar nicht auf dem Eis. Der Wechsel von den Fischtown Pinguins Bremerhaven zu den Eispiraten Crimmitschau stellt für den 23-Jährigen nun im doppelten Sinn einen Neuanfang dar. Er kam am Freitag beim 2:1-Sieg gegen Landshut und am Sonntag bei der 1:7-Niederlage in Frankfurt erstmals nach seiner Erkrankung wieder zum Einsatz. Fedor Kolupaylo stürmte in der vierten Reihe mit David Kuchejda und wechselnden Centern. "Auch wenn es sich oft nur um kurze Einsätze gehandelt hat, ist die Spielpraxis für mich aktuell ganz wichtig", sagt der Angreifer.

Die Eispiraten präsentierten sich am Wochenende mit zwei unterschiedlichen Gesichtern: Sie zeigten im Heimspiel gegen Landshut in der Defensive und der Offensive eine starke Leistung. "Da hat man gesehen, was in unserer Truppe steckt", kommentiert Fedor Kolupaylo, der nur drei Worte zum Auftritt in der Auswärtspartie in Frankfurt findet: "Das war schwach." Im letzten Drittel lief nichts mehr zusammen.

Nach den Ergebnissen vom Wochenende steht fest, dass die Eispiraten Crimmitschau den Gang in die Play-downs antreten müssen. Sie können den zehnten Platz, der den vorzeitigen Klassenerhalt bedeutet, an den letzten beiden Spieltagen der Hauptrunde nicht mehr erreichen. Trotzdem versprechen die Duelle am Freitag zuhause gegen Weißwasser und am Sonntag auswärts in Bayreuth noch einmal Spannung. Dann entscheidet sich, welche Teams mit dem Heimvorteil in die Playdowns starten und welche Duelle ausgetragen werden. Der Blick auf die Tabelle zeigt, dass es zahlreiche verschiedene Modelle gibt. Kaufbeuren, Bietigheim-Bissingen und Dresden stehen mit jeweils 71 Zählern auf den Plätzen 8 bis 10. Sie müssen noch zittern. Bayreuth und Weißwasser, die jeweils 67 Punkte auf dem Konto haben, hoffen auf den Sprung in die Pre-Playoffs. Fest steht nur, dass sich Crimmitschau und Landshut auf die Playdowns vorbereiten müssen.

Der Abstiegskampf in der DEL 2 beginnt am 13. März. Dann treffen der Tabellen-11. auf den 14. sowie der 12. auf den 13. Die Sieger schaffen den Klassenerhalt. Die Verlierer ermitteln in einer weiteren Serie den Absteiger in die Oberliga. Die Duelle werden im Modus "Best of Seven" ausgetragen. Das heißt: Wer zuerst vier Siege auf dem Konto hat, gewinnt die Serie. Fedor Kolupaylo ist überzeugt, dass die Mannschaft aus Crimmitschau den Absturz in die Drittklassigkeit verhindern kann. "In unserem Team steckt Potenzial. Das müssen wir in der entscheidenden Phase der Saison zeigen", sagt der Angreifer, dessen Vertrag bis zum Ende der Saison läuft.


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