Eispiraten wählen Risiko-Variante

Der Eishockey-Zweitligist aus Crimmitschau hat am Wochenende nur einen Keeper mit Erfahrung im Profigeschäft zur Ver-fügung. Wer muss im Notfall in den Kasten?

Crimmitschau.

Der erhoffte Konkurrenzkampf beim Eishockey-Zweitligisten Eispiraten Crimmitschau um den Platz zwischen den Pfosten ist schon wieder beendet. Torhüter Michael Bitzer steht am heutigen Freitag (ab 20 Uhr) im Heimspiel gegen den EV Landshut und am Sonntag (ab 18.30 Uhr) in der Auswärtspartie bei den Löwen Frankfurt zwischen den Pfosten. Auf der Bank sitzt mit Tim Manuel Goldemann ein 18-jähriger Keeper aus dem Nachwuchs - für den absoluten Notfall.

Der Grund: Mark Arnsperger steht den Westsachsen nicht zur Verfügung. Er wird beim DEL-Förderlizenzpartner in Bremerhaven gebraucht. Beim Klub von der Nordseeküste sind mit Thomas Pöpperle und Patrick Cerveny gleich zwei Schlussleute verletzt. "Mark Arnsperger hat in dieser Woche nur eine Trainingseinheit bei uns absolviert", berichtet Eispiraten-Trainer Daniel Naud, der die aktuelle Situation kritisch sieht: "Das ist langfristig nicht optimal. Wir hatten eigentlich geplant, dass sich Michael Bitzer und Mark Arnsperger gegenseitig pushen sollen." Arnsperger war schon am letzten Wochenende für Bremerhaven im Einsatz. Auf einen weiteren Aspekt verweist Eispiraten-Geschäftsführer Jörg Buschmann mit Blick auf einen möglichen Bitzer-Ausfall. "Die ganze Sache birgt ein gewisses Risiko. Wir haben uns aber dafür entschieden und hoffen, vor allem in schwierigen Situationen, auch auf eine personelle Unterstützung aus Bremerhaven. Eine Kooperation ist ein Geben und Nehmen", sagt Buschmann.

Die Mannschaft aus Crimmitschau rangiert auf dem zwölften Platz. Die Gegner nehmen den 13. Rang (Landshut) und den 6. Rang (Frankfurt) ein. "Wir befinden uns mit Landshut auf Augenhöhe. Das ist kein typischer Aufsteiger. Das Team hat viel Tiefe im Kader. Am Sonntag geht Frankfurt als Favorit ins Spiel", schätzt Daniel Naud ein. Er kann am Wochenende im personellen Bereich - mit Ausnahme von Mark Arnsperger - aus dem Vollen schöpfen. Der Trainer ließ am Donnerstagmittag noch offen, welcher Spieler als überzähliger Legionär auf der Tribüne bleiben soll. "Die Entscheidung ist intern gefallen. Sie wird aber noch nicht kommuniziert. Damit gibt es noch einen Überraschungsmoment für den Gegner", sagt Daniel Naud, der wahrscheinlich mit Ty Wishart und Carl Hudson zwei ausländische Verteidiger aufbieten wird.

Dadurch könnte André Schietzold (wieder einmal) von der Abwehr in den Angriff rücken. "Die Variante haben wir zumindest in dieser Woche im Training mehrfach probiert", sagt Daniel Naud, der zudem einen Trainingsgast auf dem Eis begrüßen konnte: Martin Kokes, dessen Vertrag bei den Westsachsen nicht verlängert wurde, darf noch mit seinen alten Teamkollegen trainieren. Der Deutsch-Tscheche befindet sich seit Ende November auf Vereinssuche. "Das ist ein Spieler mit einem guten Charakter. Deshalb habe ich kein Problem, wenn Martin erst einmal weiter bei uns trainiert", sagt der Eispiraten-Coach.

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