Eispiraten wollen nachlegen

Nach dem wichtigen 5:4-Erfolg in Bayreuth wartet am heutigen Freitag ein schweres Heimspiel auf den Eishockey-Zweitligisten. Der Trainer weiß, wie es funktionieren könnte.

Crimmitschau.

Puuuhhh! Der 5:4-Sieg der Eispiraten Crimmitschau am Mittwochabend in Bayreuth war nichts für schwache Nerven: Mit der 3:1-Führung nach dem zweiten Viertel schienen die Westsachsen schon auf dem besten Weg, ihre Serie von fünf Niederlagen am Stück zu stoppen. Dann machten es die Hausherren mit einem Doppelschlag in der 53. Minute aber wieder spannend. Doch die Eispiraten schlugen zurück. Erst traf Dominic Walsh (56.) per Handgelenkschuss, dann legte Alex Widemann sogar den fünften Treffer (58.) nach. Der prompte erneute Bayreuther Anschlusstreffer kam zu spät. Der Rest war Jubel. Und die rote Laterne war abgegeben.

Eispiraten-Trainer Daniel Naud ging am Donnerstag schon wieder zur sachlichen Analyse über: "Wir sind diesmal auch in den Phasen, in denen wir Probleme im eigenen Drittel hatten, fokussiert und kompakt geblieben. Jetzt hoffe ich, dass die Mannschaft das Selbstvertrauen mitnimmt, dass wir auch enge Spiele für uns entscheiden können", sagte er. Austin Fyten hatte die Eispiraten vor 1972 Zuschauern mit seinen Saisontreffern Nummer 3 und 4 zunächst 1:0 und später 2:1 in Führung geschossen. Das dritte Tor für Crimmitschau ging aufs Konto von Julian Talbot, der kurz vor der zweiten Pause eine Überzahlsituation nutzte.

Die Eispiraten-Fans hoffen, dass ihre Jungs am heutigen Freitag gegen die Tölzer Löwen nun auch den ersten Heimsieg der Saison schaffen. Die Gäste reisen nach dem 4:0-Erfolg vom Mittwoch in Dresden jedoch als Tabellenzweiter an. Aber Bange machen gilt nicht. "Wenn wir über 60 Minuten bei unserem Gameplan bleiben, haben wir gute Chancen, zu gewinnen. Was passiert, wenn uns das nicht gelingt, haben wir diese Saison schon öfter zu spüren bekommen", sagt Trainer Daniel Naud.

Obwohl sein Team bisher die meisten Gegentore der Liga (30) bekommen hat, sieht er kein generelles Abwehrproblem. "Wenn es so wäre, hätten wir in Bayreuth nicht drei oder vier Unterzahlsituationen ohne Gegentor überstanden", sagt der Coach. Für ihn ist wichtig, dass die Entwicklung stimmt: "Es sah schon in den vergangenen drei, vier Spielen immer besser aus, nur dass es sich nicht in den Ergebnissen ausgedrückt hat." Für mehr Stabilität in der Abwehr könnte in den nächsten Spielen wieder Verteidiger Ole Oleff sorgen. Er hat seine Handverletzung auskuriert. Sein Einsatz gegen Bad Tölz entscheidet sich kurzfristig.

Deutsche Eishockey-Liga 2 8. Spieltag Freitag, 20 Uhr: Eispiraten Crimmitschau - Tölzer Löwen (Kunsteisstadion im Sahnpark)

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