Entwicklung stimmt optimistisch

Der Basketballclub Zwickau stand beim Saisonabbruch mit seinen Teams sowohl in der Regionalliga der Männer als auch in der Oberliga der Frauen recht gut da. Fast noch wichtiger ist den Verantwortlichen, dass der eingeschlagene Weg Erfolg verspricht.

Zwickau.

Es lief gerade richtig gut für die GGZ Baskets Zwickau in der 2. Basketball-Regionalliga, als die Saison am 13. März abgebrochen und die Tabelle eingefroren wurde. "Wir haben in den zwei Spielen zuvor mit vollem Kader gut agiert und auf die Plätze vor uns geschielt", sagt Trainer Stephan Wolf. Seine Männer lagen zu dem Zeitpunkt in der zwölf Mannschaften starken Staffel auf dem sechsten Rang und hatten nur zwei Punkte Rückstand auf den Dritten. Trotzdem gibt es für den Zwickauer Trainer keine Frage. "Es war die richtige Entscheidung, die Saison abzubrechen", sagt er.

Sportlich fällt sein Urteil zur verkürzten Saison so aus: "Wir hatten einerseits verletzungsbedingt Rückschläge zu verkraften, und es gab auch ein paar Sachen, die trotz guter Spielvorbereitung nicht optimal gelaufen sind. Aber in der Summe war eine kleine Leistungskurve erkennbar, und wir hatten mehr Siege als Niederlagen." So steht sein Team in der Abschlusstabelle punktgleich mit DJK Neustadt (Platz 4) und dem USC Leipzig (Platz 5) da und hat als Sechster auch schon Planungssicherheit für die nächste Saison.

Mittlerweile wurden die Zwickauer auch schon über den kompletten Spielplan für das Spieljahr 2020/21 informiert. Demnach wird der abgeschlagene Tabellenletzte Sience City Jena III, der schon als Absteiger feststand, ab der kommenden Saison in der Oberliga spielen. Die punktgleichen Mannschaften auf Rang 1 und 2, Veitshöchheim und Goldbach, nehmen den Aufstieg in die Regionalliga wahr. Alle anderen Mannschaften haben das Recht vom Deutschen Basketball Bund bekommen, erneut in der 2. Regionalliga zu spielen. "Das ist eine faire und clevere Lösung für alle Mannschaften", sagt Wolf.

Bei den Frauen des BC Zwickau fällt das Saisonfazit noch erfreulicher aus. "Mit Platz 3 in der Oberliga haben wir die erste Zielstellung erreicht. Dazu wollten wir den jüngeren Spielerinnen mehr Spielzeit generieren, was wir auch geschafft haben", sagt der Trainer und Vorsitzende des BC Zwickau, Uwe Rudolph. Mit dem dritten Rang hatten sich die Frauen für die Play-offs qualifiziert, die am 18. März allerdings offiziell abgesagt wurden. "Da hatten wir uns als Teams vorgenommen, den jungen Spielerinnen noch einmal mehr Spielzeit zu geben, weil wir nicht aufsteigen wollten und Platz 1 oder 2 nicht unser Ziel war", sagt Rudolph. "Aber die Entwicklung war gut. Und auf die Erfahrungen können wir in der nächsten Saison weiter aufbauen", erklärt er. Dabei wird die Mannschaft erneut in der Oberliga auf Korbjagd gehen. In der sechs Mannschaften starken Staffel wird es im kommenden Spieljahr allerdings keine Auf- oder Absteiger geben.

Die Vorbereitungen für die kommende Saison sind beim Zwickauer Basketballverein bereits im Gange. So werden Gespräche mit den Spielern geführt und die Trainings- und Altersgruppen eingeteilt. "Auch Weiterbildungen für Trainer, die ja online möglich sind, werden von uns wahrgenommen. Jedoch wird alles Sportliche und alles, was in der Halle passiert, aktuell hintenan gestellt", sagt Stephan Wolf.


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