ETC-Nachwuchs kann wieder aufs Eis

Ein Sonderstatus ermöglicht den jungen Eishockeyspielern in Crimmitschau das Training. Gespielt wird weiterhin nicht.

Crimmitschau.

Langfristige Pläne macht Torsten Heine derzeit nicht. Auch wenn der Eishockeynachwuchs des ETC Crimmitschau seit Montag wieder aufs Eis darf, plant der Sportliche Leiter die Trainingseinheiten vorerst nur von Woche zu Woche. "Wir wollen einfach jeden Tag nutzen und wissen, dass es schnell wieder anders sein kann. Idealerweise bleibt es so wie jetzt, bis das Eis irgendwann Ende April abgetaut wird", sagt Heine.

Dass die Mannschaften ab der U 11 bis zur U 20 überhaupt noch einmal die Schlittschuhe schnüren können in dieser Saison, liegt an dem Sonderstatus des Profisports in der Corona-Pandemie. Der hatte schon im November dafür gesorgt, dass zum Beispiel im Eishockey auch die Nachwuchsteams von Profimannschaften trainieren dürfen. Mit einem Hygienekonzept, das unter anderem eine geringere Belegung der Kabinen, keine Kontakte zwischen den Trainingsgruppen und jetzt auch das Tragen von medizinischen Masken abseits der Eisfläche vorschreibt, ist die Trainingsarbeit möglich. "Wir haben am Freitag das Okay der Stadt bekommen, dass wir wieder anfangen können. Aufgrund der sinkenden Zahlen hatten wir das schon seit einigen Tagen vorbereitet", erzählt Torsten Heine. Umgekehrt hatte der Verein trotz seines Sonderstatuses angesichts der stark steigenden Infektionszahlen Ende November von selber das Eistraining eingestellt und auf Online-Einheiten gesetzt.

Deren Umsetzung gestaltete sich in den einzelnen Altersklassen unterschiedlich. Für die jüngsten Eishockeyspieler gab es Trainingspläne, deren Umsetzung die ETC-Verantwortlichen aber nicht kontrollierten. "Es geht in diesem Bereich ja eigentlich nur darum, dass sich die Kinder bewegen. Dafür haben wir Anregungen gegeben", sagt Torsten Heine. In der U 13 und U 15 setzte der Verein auf Onlinetraining über die Internetplattform Zoom. Zweimal pro Woche trafen sich die Nachwuchsspieler vor dem Bildschirm. Das wurde gut angenommen und trotzdem seien alle froh, jetzt wieder aufs Eis zu kommen, wie Torsten Heine betont: "Normalerweise stehen die Mannschaften im Leistungssportbereich drei- bis viermal pro Woche auf dem Eis und absolvieren am Wochenende zwei Spiele. Wenn das abrupt von 100 auf 0 heruntergefahren wird, ist das für die Entwicklung alles andere als förderlich."

Auch wenn der Nachwuchs nun wieder ein Stück Normalität hat, von der Rückkehr zum Spielbetrieb geht Torsten Heine so schnell nicht aus. Beim U-17-Kontrahent in Essen zum Beispiel wurde schon im November das Eis abgetaut: "Ich habe die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben, dass wir im April vielleicht Freundschaftsspiele bestreiten können. Zumindest in Sachsen. Überregional denke ich nicht."

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