Ex-Eispirat entscheidet Derby in der Verlängerung

Der Eishockey-Zweitligist aus Crimmitschau hat einen Punkt erkämpft und bekommt endlich Verstärkung in der Abwehr.

Dresden.

Ausgerechnet Jordan Knackstedt, der im Sommer 2018 von Crimmitschau nach Dresden gewechselt ist, hat am Sonntag für die Entscheidung im Sachsenderby gesorgt: Der Deutsch-Kanadier drückte die Scheibe in der 61. Minute über die Linie. Zuvor konnte Eispiraten-Keeper Sebastian Albrecht den Puck nach einem Versuch von Jordan Heywood nur abprallen lassen. Damit kehrten Albrecht und Co. mit einer 2:3 (1:0, 0:1, 1:1, 0:1)-Niederlage nach Verlängerung vom Gastspiel aus der sächsischen Landeshauptstadt zurück.

Die 4412 Zuschauer sahen eine unterhaltsame Partie. Patrick Klöpper brachte die Gäste aus Crimmitschau in der 13. Minute in Führung. Er verwandelte in Unterzahl einen Alleingang nach Zuspiel von Julian Talbot. Die Eislöwen konnten das Derby durch zwei Treffer von Nick Huard drehen. Der Angreifer traf erst mit einer Direktabnahme zum 1:1 (25.) und dann aus Nahdistanz nach einer sehenswerten Vorarbeit von René Kramer zum 2:1 (44.). In der Schlussphase warfen die Eispiraten noch einmal alles nach vorn und belohnten sich mit dem Ausgleich durch Rob Flick, der aus spitzem Winkel erfolgreich war (57.) und damit wenigstens einen Punkt sicherte.

Die Crimmitschauer konnten durch den Ausfall von Dominic Walsh nur fünf Verteidiger und zehn Stürmer auf das Eis schicken. Der Mini-Kader wehrte sich tapfer und rettete sich - nun schon zum fünften Mal in den letzten sieben Partien - in die Verlängerung. "Das war ein ausgeglichenes Spiel mit zwei guten Torhütern. Ich bin stolz, dass wir trotz des Rückstandes bis zum Schluss gekämpft haben und uns noch mit dem Ausgleich belohnen konnten", sagte Eispiraten-Trainer Kim Collins. Eislöwen-Coach Bradley Gratton sprach von einer Partie mit Chancen auf beiden Seiten. "Beide Mannschaften hätten in der regulären Spielzeit den Sieg holen können", sagte er.

Nach dem anstrengenden Pensum rund um Weihnachten und Silvester gibt es für die Eispiraten-Profis zum Beginn der Woche zwei Tage frei. Sie müssen am Montag und heute nicht auf das Eis. Am Mittwoch ist die nächste Übungseinheit geplant. Dann wird Trainer Kim Collins den Blick vor allem auf Verteidiger Yannick Mund werfen. Der 25-Jährige hat einen Probevertrag, der bis Ende des Monats läuft, unterschrieben. Zuletzt stand der Rechtsschütze beim Nord-Oberligisten Hannover Indians unter Vertrag. In der Saison 2016/17 absolvierte er 17DEL-Einsätze für die Schwenninger Wild Wings. In der DEL 2 verteidigte er unter anderem für Weißwasser und Freiburg.

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