Finnischer Stürmer kämpft um einen Vertrag

Der Eishockey-Zweitligist aus Crimmitschau testet einen Offensivmann. Der 23-Jährige war schon einmal in Westsachsen.

Crimmitschau.

Toni Kallela streift sich in den nächsten beiden Wochen das Trikot des Eishockey-Zweitligisten Eispiraten Crimmitschau über. Der 23-jährige Finne hat einen Probevertrag, der bis 16. Oktober läuft, unterschrieben.

"Damit haben wir einen Spieler, der ein hohes Tempo geht, im Kader. Toni Kallela muss in den nächsten Spielen zeigen, dass er auch für die Tore und Vorlagen sorgen kann", sagt Eispiraten-Geschäftsführer Jörg Buschmann. Wenn der Testspieler, der auf dem linken und rechten Flügel eingesetzt werden kann, überzeugt, soll er einen Vertrag bis zum Ende der Saison bekommen. Die Ausländerstelle, die Kallela besetzt, war bisher noch frei.

Der 1,78 Meter große und 80 Kilogramm schwere Blondschopf ist am Montag im Kunsteisstadion im Sahnpark eingetroffen. Dort stand Toni Kallela schon einmal bei den U-18-Weltmeisterschaften im Frühjahr 2011 mit der Nachwuchs-Nationalmannschaft von Finnland auf dem Eis. Das Team schied damals im Viertelfinale aus. "Ich habe vor allem das besondere Stadion mit der offenen Seite hinter einem Tor in Erinnerung behalten", sagt der Linksschütze, der bisher auf 106 Einsätze mit 14 Treffern, 14 Vorlagen und sechs Strafminuten in der höchsten Spielklasse seines Heimatlandes kommt. Zuletzt stürmte Kallela für das Team Porin Ässät (deutsch: Asse) aus der 85.000-Einwohner-Stadt Pori im Südwesten von Finnland.

Der Testspieler darf - wenn alle Passformalitäten rechtzeitig über die Bühne gehen - heute ab 19.30 Uhr auswärts bei den Starbulls Rosenheim und am Sonntag, 17 Uhr, zuhause gegen die Löwen Frankfurt (Main) erstmals sein Können zeigen. Rosenheim steht auf dem letzten Platz. Die Hessen reisen als Tabellendritter und mit einer starken Offensive in den Sahnpark.

Die Verstärkung durch Toni Kallela kommt wie gerufen. Trainer Chris Lee plagt sich mit personellen Sorgen herum. Verteidiger Jakub Körner steht nicht zur Verfügung. Er ist aus familiären Gründen in seine tschechische Heimat gefahren. Stürmer Bernhard Keil plagt sich mit den Folgen einer Gehirnerschütterung, die er sich nach einem Check im Heimspiel gegen Heilbronn zugezogen hat, herum. Der 24-Jährige musste das Mannschaftstraining gestern nach wenigen Minuten wegen Übelkeit beenden. Dagegen kehren Jan Tramm nach einer Handprellung und Christoph Kabitzky nach einem Bruch der Augenhöhle ins Team zurück. Die Schwellung, die Kabitzky am Dienstag einen weiteren Besuch beim Augenarzt beschert hat, erwies sich nur als eine leichte Infektion.

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