Fraureuth bleibt in Abwehr hängen

Denkbar knapp haben die Bezirksligahandballerinnen des HCF ihr Heimspiel verloren. Aber es hätte auch anders ausgehen können.

Fraureuth.

Nach dem Schluss- signal am Samstagnachmittag in der Fraureuther Glowatzkyhalle war bei den Spielerinnen des HC Fraureuth (HCF) die Enttäuschung offensichtlich. Das Team um Trainer Michael Meyer hatte mit nur einem Tor Unterschied 22:23 (12:12) gegen den Tabellenvierten Zwönitzer HSV verloren. "Das war eine schwierige Situation, aber so ist eben der Sport", zeigte sich Michael Meyer nach dem Spiel pragmatisch. Dennoch wären zwei gewonnene Punkte für die Fraureutherinnen enorm wichtig gewesen, wichtig im Kampf gegen den Abstieg, denn momentan stehen sie an drittletzter Stelle. Durch einen Sieg hätten sie ohne Weiteres um einen Platz auf Rang 9 klettern können und nur noch einen Zähler Rückstand auf den BSV Limbach-Oberfrohna gehabt, der derzeit Achter ist.

Verworfene Siebenmeter und eine nicht ganz so glückliche Abwehrarbeit machte HCF-Trainer Meyer für die Niederlage seines Teams als Hauptursachen aus. "Zwönitz war meistens einen Tick schneller als wir und kam so zu einfachen Toren. Das hätten wir verhindern können. Allerdings war das eines unserer besseren Spiele in den vergangenen Wochen. Wir hätten uns auf jeden Fall einen Punkt verdient gehabt, doch das Glück stand nicht auf unserer Seite", so Meyer. Das Potenzial in seiner Mannschaft wäre jedoch da, und das, obwohl sie noch sehr jung sei. Jung wie Alina Schmidt. Denn für die Spielerin aus der B-Jugend-Mannschaft des HCF war das Spiel gegen den Zwönitzer HSV im doppelten Sinne etwas Besonderes. Zum einen war es ihr Einstand bei den Frauen, zum anderen fiel es genau auf ihren 16. Geburtstag. "Das war schon sehr aufregend für mich, leider haben wir das Spiel am Ende knapp verloren", sagte die Jugendliche, die von den Gegenspielerinnen aus Zwönitz einige Male nicht gerade sanft gebremst wurde. "Ich wusste ungefähr, was in der ersten Mannschaft auf mich zukommt. Hoffentlich war es nicht mein letztes Spiel bei den Frauen", sagte Alina Schmidt.

Das verlorene Spiel müsse jetzt schnell abgehakt werden. "Wir müssen uns mehr anstrengen und dürfen uns durch so etwas nicht zurückwerfen lassen", sagt der Trainer schon mit Blick auf die nächste Begegnung. Da wartet der SV Chemie Zwickau, der immerhin schon sechs Spiele für sich entschieden hat, im Gegensatz zu den mageren zwei Siegen der Fraureutherinnen. "Gegen Chemie Zwickau ist ein Sieg möglich, vor allem dann, wenn die Schlüsselspielerinnen dabei und auch fit sind", sagt Michael Meyer. (mit tmp)


HSG gewinnt ganz knapp

Die Konkurrenz: Im Bezirksliga-Spitzenspiel der Frauen hat die HSG Langenhessen/Crimmitschau dem Tabellenersten SV Plauen-Oberlosa II die erste Saisonniederlage beigebracht. Im Koberbachcentrum gewann die Mannschaft von Jörg Erler mit 24:23 (15:14) und untermauerte die Anwartschaft auf den Bronzeplatz. "Unser Sieg kommt schon einer kleinen Sensation gleich, meine Mannschaft spielte aber auch wie aus einem Guss", freute sich der Trainer. Die HSG erwischte einen guten Start ins Spiel. Von Anfang an wurden die Räume der Plauener Torjägerinnen Nadine Hofmann und Fatey-Gal Cocelli eingedämmt, sodass sich eine spannende Partie entwickelte. Selbst taktische Umstellungen in der Defensive brachte die Langenhessenerinnen nicht aus dem Rhythmus. (tmp)

Die nächsten Aufgaben: Die HCF-Damen treffen in den nächsten beiden Partien erst auf Chemie Zwickau, dann auf HSG Muldental 03. Die HSG spielt gegen HC Glauchau/Meerane II und VfL Waldheim II. (ck)

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.

    Lesen Sie auch
    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...