Freude über Platz 1 währt nicht lange

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Wechselbäder der Gefühle hat Motorradrennfahrer Marvin Siebdrath in dieser Saison schon mehrere genommen. So extrem wie an diesem Wochenende war es aber noch nicht.

Wildenfels.

Marvin Siebdrath aus Wildenfels und der Österreicher Leo Rammerstorfer haben der Geschichte um das Kopf-an-Kopf-Rennen an der Spitze der Klasse Supersport 300 in der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft ein weiteres Kapitel hinzugefügt. Zum sechsten und somit vorletzten Saisonrennen reisten die beiden nur durch einen Punkt getrennt (Vorteil Rammerstorfer) zum Red Bull Ring ins österreichische Spielberg.

Während Rammerstorfer von Beginn der Saison an auf Schützenhilfe schneller Teamkollegen zählen konnte, musste Marvin Siebdrath meist allein kämpfen. In Österreich bekam er nun Unterstützung durch den WM-Piloten des Teams Füsport - RT Motorsports by SKM/Kawasaki, den Mannheimer Dirk Geiger. Viel geholfen hat das am Samstag aber nicht. Während die Fahrer des Bischofswerdaer KTM-Teams Freudenberg Racing Leo Rammerstorfer auf Platz 1 bugsierten und ihm dann "Geleitschutz" gaben, musste sich "Marv" zunächst mit Platz 4 begnügen, aus dem nach einer Platzstrafe später sogar nur der fünfte Rang wurde. Damit war sein Rückstand auf 15 Zähler angewachsen. "Mit dem Rennen am Samstag war ich überhaupt nicht zufrieden, weil es nicht das Kräfteverhältnis aus den Trainings widergespiegelt hat", erklärte der 18-jährige Westsachse.

Tags darauf wurde er starker Dritter. Und da in der Startaufstellung zu lange an den Maschinen der vor ihm platzierten Freudenberg-Piloten gearbeitet worden war, erhielten diesmal diese eine Strafe. Im Ergebnis dessen durfte Marvin Siebdrath sich über den ersten Platz freuen. Bis auf der Heimreise schlechte Nachrichten von der Rennstrecke kamen. Das Freudenberg-Team hatte Protest gegen die Zeitstrafen eingelegt, dem stattgegeben wurde. So wurde das ursprüngliche Ergebnis gemäß Zieleinlauf gewertet. "Ich weiß wirklich nicht, was ich davon halten soll. Für mich gibt es da keine zwei Meinungen. Entweder haben sie zu lange an den Motorrädern geschraubt oder nicht. Das ist wieder eine ganz, ganz komische Sache", sagte Marvin Siebdrath angefressen.

Damit geht er anstatt mit zwei Punkten Vorsprung nun mit deren sieben Rückstand in die letzten beiden Saisonrennen beim Meisterschaftsfinale vom 23. bis 25. September in Hockenheim.

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