Frust und Stolz beim BSC Rollers

Rollstuhlbasketball: 58:61 bei den Iguanas München

Zwickau.

Das war wirklich knapp: In der 1. Rollstuhlbasketball-Bundesliga musste sich der BSC Rollers Zwickau am Samstag den RBB Iguanas München nach hartem Kampf mit 58:61 geschlagen geben. Dabei glich der gesamte Spielverlauf auf beiden Seiten einer turbulenten Achterbahnfahrt. Gelang es einer Mannschaft, sich mit einigen Punkten abzusetzen, kämpfte sich der Gegner sukzessive heran, um seinerseits die Führung zu übernehmen. So wurde es ein munterer Schlagabtausch auf Augenhöhe, bei dem die Rollers einmal mehr schlussendlich als Verlierer den Court verlassen mussten. Einen Vorwurf wollte Trainer Marco Förster seinem Team dennoch nicht machen: "Die Defensive wie auch die mentale Entwicklung der Mannschaft haben sich in den letzten Spielen deutlich verbessert. Auch nach Brüchen im eigenen Spielverlauf schaffen es die Spieler, zurück in den Rhythmus zu finden."

Natürlich sei es sowohl für die Verantwortlichen wie auch Spieler und Fans frustrierend, nach so einem Match wieder ohne Punkte die Heimreise antreten zu müssen. Dennoch spiegele sich die harte Arbeit im Training definitiv in den gezeigten Spielen, auch wenn sie bisher nur im Sieg gegen Hamburg in Zählbares umgemünzt werden konnte. "Es ist beeindruckend und unglaublich charakterstark, was das Team trotz der wirtschaftlichen Situation des Klubs Woche für Woche leistet", sagt Marco Förster. Erst vor wenigen Wochen hatten die Zwickauer Rollstuhlbasketballer Insolvenzantrag gestellt. Dennoch gelang es den Verantwortlichen bisher, das Team vollzählig und den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten. Aus der Sicht von Marco Förster gilt es nun, sich in der letzten Trainingswoche 2019 auf das Pokal-Viertelfinale in Hamburg am kommenden Sonntag zu konzentrieren. Der Trainer sieht durchaus die Chance, sich mit einer neuerlichen Energieleistung und einem möglichen Sieg für das Final-Four-Pokalturnier zu qualifizieren. ( jokri)

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