FSV-Junioren: Trainer geht, Ziel bleibt

Auf ihrem zehnten Platz nach dem Wiederaufstieg in die Regionalliga wollen sich Zwickaus A-Jugend-Kicker nicht ausruhen. Denn die nächste Saison wird es in sich haben.

Zwickau.

Der Klassenerhalt in der A-Junioren-Regionalliga wird für den FSV Zwickau auch in der zweiten Saison nach dem Wiederaufstieg 2019 eine echte Herausforderung. Darüber sind sich der scheidende Trainer Max Wosnitza und Volker Piekarski als Leiter des Nachwuchszentrums "Die jungen Schwäne" einig. Deshalb haben sich die beiden schon etliche Probespieler fürs nächste Spieljahr angesehen. "13 von 23 Spielern aus dem Kader der Saison 2019/20 bleiben. Der neue Trainer wird damit also ein gewisses Fundament vorfinden", sagt Max Wosnitza. Ziel des FSV ist es, im September mit einem 24-Mann-Kader an den Start zu gehen.

Nach dem zehnten Platz in der Mitte März abgebrochenen Saison warnt Volker Piekarski jedoch vor allzu hohen Erwartungen. "Für die Jungs, die aus unserer eigenen B-Jugend nachrücken, ist es gleich ein doppelt schwerer Schritt, da sie bisher in der Landesliga gespielt haben", sagt er. Dazu kommt, dass die Regionalliga-Staffel der A-Junioren coronabedingt auf 18 Mannschaften aufgestockt wird und noch nicht abzusehen ist, wieviele Absteiger es geben wird. "Von daher wird es auch diesmal in erster Linie darum gehen, die Klasse zu halten. Das allein ist unter den jetzigen Umständen schon keine leichte Aufgabe", sagt der Chef des FSV-Nachwuchses.

Es ist kein Geheimnis, dass der Verein daher Max Wosnitza gerne als Trainer fürs Aushängeschild der "jungen Schwäne" gehalten hätte. Denn unter der Leitung des vorherigen B-Jugend-Trainers, der im Oktober eine Altersklasse höher rutschte, hatten die A-Junioren in der zweithöchsten deutschen Spielklasse die Kurve gekriegt. "Die Jungs haben vom ersten Tag an alles sehr gut aufgenommen, was ich von ihnen verlangt habe und sich Stück für Stück ihre Erfolge erarbeitet", sagt der Trainer. Für ihn waren neben dem 3:1-Sieg im Derby gegen den FC Erzgebirge Aue vor allem die beiden Dreier vor der Winterpause (5:3 bei TeBe Berlin und 4:2 gegen Babelsberg) wichtiges Indiz, dass der eingeschlagene Weg stimmt.

Die Corona-Pandemie stoppte dann aber nicht nur den Spielbetrieb. Sie brachte auch den jungen Zwickauer Trainer ganz persönlich ins Grübeln. So reifte bei Max Wosnitza der Entschluss, ab September sein unterbrochenes Sportstudium zu Ende zu bringen. "Das tut mir auf der einen Seite im Herzen weh, weil die letzten beiden Jahre beim FSV eine erfolgreiche Zeit waren. Ich habe mir mit meiner Freundin gemeinsam die Entscheidung auch nicht leicht gemacht. Aber letztlich ist mir bewusst geworden, dass das jetzt der nächste Schritt sein wird", sagt der 26-Jährige. Er wird in Köln studieren und zudem als Co-Trainer der U-17-Bundesliga-Mannschaft des dortigen SC Fortuna arbeiten.

Wer in Zwickau der Nachfolger von Max Wosnitza wird, steht bislang noch nicht fest. "Wir haben mehrere Kandidaten im Blickfeld", sagt Volker Piekarski. Die Verantwortlichen des FSV hoffen, in den nächsten Tagen diese und auch die anderen noch offenen Fragen mit Blick auf die kommende Saison klären zu können. Für den neuen Leiter des Nachwuchsleistungszentrums, der das Amt erst seit einem Monat inne hat, ist das ein ziemlicher Kaltstart. "Auf der einen Seite ist die abgelaufene Saison nachzuarbeiten, auf der anderen geht es darum, die neue gut vorzubereiten. Ohne unseren administrativen Leiter Markus Seiler hätte ich da ein Problem."

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