FSV richtet sich auf sieben Endspiele ein

Beim Fußball-Drittligisten Zwickau sind die Vertragsgespräche mit den Spielern vorerst auf Eis gelegt worden. Das Signal ist klar: Die volle Konzentration gilt jetzt dem Kampf um den Klassenerhalt.

Zwickau.

Nur drei Punkte Vorsprung auf Rang 18: Die Nerven der Fans des FSV Zwickau dürften in den verbleibenden Spielen der Drittliga-Saison auf eine harte Probe gestellt werden. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass die Entscheidung erst am letzten Spieltag fällt. Der Zwickauer Kapitän Toni Wachsmuth weiß, wie Abstiegskampf läuft: "Wir haben noch sieben Endspiele vor uns. Wir können mit dem Druck umgehen und werden unsere Punkte holen. Jeder muss sich aber im Klaren sein, dass es kein Selbstläufer wird und jeder alles dafür geben muss."

Beim jüngsten Auswärtsspiel in Rostock war es wahrlich nicht berauschend, was die Zwickauer nach zehn guten Anfangsminuten auf den Platz brachten. Hinten wurden einfache Fehler gemacht. Einige Spieler offenbarten Konzentrationsmängel. Und nach vorn fehlte es an spielerischer Klasse und offensiver Durchschlagskraft. "So kann man in Rostock nicht gewinnen. Die erste Halbzeit haben wir verschlafen. Wir waren nicht bissig genug und haben Hansa zu viele Räume gelassen. Nach einem schnellen 0:2-Rückstand wird es dann schwer, im Ostseestadion noch etwas zu holen", betonte Johannes Brinkies, der sich das Wiedersehen mit seiner Jugendliebe FC Hansa anders vorgestellt hatte.

Dabei wurde er selbst großartig empfangen. Während alle anderen FSV-Spieler ausgepfiffen wurden, erhielt der Keeper vor und auch während des Spiels Applaus. "Das ist schon ein schönes Gefühl, wenn die Leute nicht vergessen haben, dass ich einer von ihnen war und für Hansa alles gegeben habe", freute sich "Pommes". Dafür könne er sich mit dem FSV "aber nichts kaufen", bemerkte der 25-Jährige, dessen Vertrag noch bis zum 30. Juni 2020 läuft. Geht es nach Brinkies, sollte die Mannschaft gleich am Samstag die Chance gegen den Tabellenzweiten SV Wehen Wiesbaden nutzen, um zu zeigen, was sie wirklich drauf hat. "Wir haben jetzt ein Heimspiel gegen einen Aufstiegsanwärter. Dafür müssen wir alle Kräfte bündeln", fordert der Torhüter.

Die dünne Luft im Abstiegskampf wirkt sich auch auf die Kaderplanung für die neue Saison aus. Wie der scheidende Sportdirektor David Wagner erklärte, seien derzeit alle Vertragsgespräche auf Eis gelegt: "Wir haben intern festgelegt, dass dem Klassenerhalt alles untergeordnet wird. Die Jungs wissen, dass wir vorrangig Punkte sammeln müssen." Aktuell laufen bei zehn Spielern die Verträge aus, darunter befinden sich Stammkräfte wie Nico Antonitsch, Morris Schröter, Anthony Barylla und Alexandros Kartalis. "Ich möchte schon gern in Zwickau bleiben. Wir müssen jetzt alles tun, um den Ligaverbleib so schnell wie möglich zu sichern", sagt Barylla.


Das Restprogramm

6. April, 14 Uhr: FSV Zwickau - SV Wehen Wiesbaden, 14. April, 13 Uhr: SpVgg Unterhaching - FSV Zwickau. 20. April, 14 Uhr: FSV Zwickau - FV Würzburger Kickers, 27. April, 14 Uhr: SV Meppen - FSV Zwickau. 4. Mai, 14 Uhr: FSV Zwickau - TSV 1860 München. 11. Mai, 13:30 Uhr: SG Sonnenhof Großaspach - FSV Zwickau. 18. Mai, 13:30 Uhr: FSV Zwickau - Preußen Münster. (gd)

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