FSV und Lok spielen um Einzug ins Achtelfinale

In der dritten Runde des Fußball-Sachsenpokals sind am Wochenende zwei Zwickauer Mannschaften im Einsatz - eine daheim, eine auswärts. Beide haben die Chance, eine Runde weiterzukommen.

Neugersdorf/Zwickau.

Der zweifache Endspielteilnehmer ist kein leichtes Los für den FSV Zwickau. Beim FC Oberlausitz Neugersdorf haben schon namhafte Drittligisten die Segel streichen müssen. Im Sachsenpokal 2013/14 warfen die Ostsachsen im Viertelfinale Dynamo Dresden (2:1) und im Halbfinale RB Leipzig (1:0) raus, ehe man im Endspiel gegen den Chemnitzer FC knapp mit 2:3 n. V. verlor. Im Pokalfinale 2018 unterlag Neugersdorf der BSG Chemie Leipzig mit 0:1.

Die von Ex-Profi Karsten Hutwelker trainierten Oberlausitzer liegen in der Regionalliga Nordost derzeit auf Rang 8. Zuletzt verbuchten sie ein 2:2 gegen Absteiger Rot-Weiß Erfurt. "Wir freuen uns auf die Aufgabe", wertet FSV-Trainer Joe Enochs das Pokalduell als willkommene Abwechslung vom Drittliga-Alltag. Der FSV weiß um seine Favoritenrolle "Die müssen wir annehmen und ihr auch gerecht werden", fordert Enochs. Die Zwickauer nehmen die Aufgabe im Sachsenpokal genauso ernst wie ein Punktspiel, deshalb reisen sie auch schon einen Tag vorher an. Neugersdorf verfügt über einen multinationalen Kader (zwölf Legionäre) mit erfahrenen Spielern. Der in Guinea-Bissau geborene Bocar Djumo "Bocartelli" (24), ehemaliger U-19-Nationalspieler von Portugal, ist laut Einschätzung des FSV-Trainers ein brandgefährlicher Mittelstürmer. "Das wird kein Selbstläufer", ahnt Nico Antonitsch. "Jeder ist voll fokussiert, das Spiel zu gewinnen." Elfmeterschießen wurde nicht speziell geübt. "Wir wollen das Spiel vorher entscheiden", erklärt Enochs. Der FSV hat im Sachsenpokal zweimal gegen Neugersdorf gespielt: am 6. April 2014 im Halbfinale (1:0) und am 15. November 2015 im Viertelfinale (2:0) - beide Male zog Zwickau danach ins Endspiel ein.

Zum dritten Mal seit 2016 steht der ESV Lok in der dritten Runde des Sachsenpokals. Der Vierte der Landesklasse West erwartet am Sonntag den Vierten der Landesklasse Mitte, FV Blau-Weiß Stahl Freital. "Die Freitaler sind für uns ein völlig unbekannter Gegner. Wir sind froh, dass wir die dritte Runde erreicht haben. Die Mannschaft ist richtig gut drauf", betonte Co-Trainer Andreas Stangenberg. Philipp Mitzscherling ist nach seiner Verletzungspause wieder dabei. Fehlen werden dagegen weiterhin die Langzeitverletzten Marcus Balg, Tom Marven Lang und Patrick Schad. Auch auf Kapitän Michael Blechschmidt, der aus familiären Gründen verhindert ist, muss Lok verzichten. Der Einsatz von Martin Schwinger (Knieprobleme) ist fraglich. Nachdem der junge Torhüter Pascal Genz (18) in seinen zwei Einsätzen gute Leistungen bot, gehört er auch im Pokal zum Aufgebot. "Wir wollen unserem Junior wieder seine Chance geben. Er hat das in Meerane überragend gemacht", sagte Stangenberg. Der dienstälteste Spieler des ESV, Florian Bräu, ist zuversichtlich: "Freital ist ein machbares Los. Wir hoffen, eine Runde weiterzukommen und dann auf einen hochkarätigen Gegner zu treffen", erklärte der Abwehrchef.

Anstoß FC Oberlausitz Neugersdorf - FSV Zwickau (Sonnabend, 13 Uhr, Sparkassen-Arena Oberlausitz; Stadionkassen öffnen 11.30 Uhr, Livestream im MDR), ESV Lok Zwickau - FV Blau-Weiß Stahl Freital (Sonntag, 14 Uhr, Sportzentrum Marienthal)

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.

    Lesen Sie auch
    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...