Futsal-Titel bleibt beim Favoriten

Der gastgebende VfL Hohenstein-Ernstthal hat am Samstag die Landesmeisterschaft der Männer gewonnen. Nicht nur im Derby gegen den am Ende drittplatzierten Oberlungwitzer SV ragte dabei ein Spieler besonders heraus.

Hohenstein-Ernstthal.

Die Entscheidung fiel zwar erst im letzten Spiel des im Modus "jeder gegen jeden" ausgetragen Sechserturniers um die sächsische Futsal-Meisterschaft, doch am Ende wurde der VfL 05 Hohenstein-Ernstthal seiner Favoritenrolle gerecht. In der Partie gegen den FSV Neusalza-Spremberg stand es nach einem FSV-Treffer in der 5. Minute und Toren von Stefan Musik und Matthias Ebert (beide 8.) lange Zeit 2:1. Der Sachsenligist hielt bis in die Schlussphase mit, hätte aber einen Sieg gebraucht, um das Turnier zu gewinnen. Doch in der 14. und damit vorletzten Minute machte Jurij Jeremejev mit einem Kontertor zum 3:1 für den VfL alles klar. Der litauische Futsal-Nationalspieler, der bester Torschütze des Futsal-Regionalligateams des VfL ist, war im Turnierverlauf der Mann für die entscheidenden Tore.

"Er macht mit seiner Schussstärke und individuellen Klasse da natürlich den Unterschied aus. Das muss man schon klar so sagen", machte dann auch VfL-Trainer Max Schönwald keinen Hehl daraus. Mit Jeremejev sowie Jakub Reznicek, Cendrim Jashari und Marco Pohl, der als bester Torhüter in die Turnierauswahl kam, standen vier Spezialisten aus dem Regionalligateam der Karl-May-Städter auf dem Parkett. Laut Jörg Gernhardt aus dem Präsidium des Sächsischen Fußballverbandes, der die Siegerehrung vornahm, war der Einsatz der Futsal-Spezialisten laut Regelwerk aber definitiv erlaubt, denn sie verfügen auch über die Fußball-Spielberechtigung für den VfL. Und das war laut Ausschreibung entscheidend.

Mit 15 Punkten aus fünf Spielen gewannen die Hohenstein-Ernstthaler klar vor Neusalza-Spremberg (10), dem Oberlungwitzer SV (7), SV Loschwitz (4), Motor Wilsdruff (4) und dem FSV Oschatz (3). Die Oberlungwitzer spielten in der Anfangsphase des Turniers gegen den VfL 05 lange Zeit gut mit. Jurij Jeremejev hatte die Karl-May-Städter zwar in der 1. Minute in Führung gebracht, doch der OSV hielt dagegen und glich durch Martin Falke (11.) aus. Der Linksfuß, der früher beim VfL gespielt hat und von dort genau wie seine Mitspieler Erik Wüstner, Kai Wüstner und Maximilian Petzold einige Futsal-Erfahrung mitbringt, kam später in die Turnierauswahl. Eine knappe halbe Minute vor dem Ende der Partie sorgte Jeremejev aber mit einer starken Einzelaktion für den eher glücklichen 2:1-Sieg der Hohenstein-Ernstthaler.

"Ohne ihn hätten sie denke ich im Turnier ein paar Probleme gehabt", sagte der Oberlungwitzer Trainer Frank Wüstner, der mit dem dritten Platz seines Teams dennoch zufrieden war. Gegen den Zweiten Neusalza-Spremberg ließ der OSV zu Beginn einige Chancen aus und verlor am Ende 0:1. Auch gegen Wilsdruff ließ die Mannschaft beim 1:1 Punkte liegen, doch das änderte nichts am insgesamt soliden Auftritt. "Futsal ist bei uns kein Schwerpunkt, aber in der Winterpause nehmen wir das gerne mit", erklärte Frank Wüstner, der mit seinem Team in der Fußball-Landesklasse als Aufsteiger eine gute Vorrunde gespielt hat und ab Ende Februar in der Rückrunde an diese Leistungen anknüpfen will.


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