Gastgeber mit Sand im Getriebe

Fußball: In der Landesliga unterliegt der VfL 05 dem Tabellenzweiten. VfB Empor gewinnt verdient auswärts bei Taucha.

VfL 05 Hohenstein-Ernstthal gegen FC Kamenz 0:1 (0:1). Nach zuletzt starken Leistungen war beim VfL 05 im Spitzenspiel gegen den Tabellenzweiten aus Kamenz Sand im Getriebe. Vor einer mäßigen Kulisse von 130 Zuschauern klappte in der Offensive nicht viel. In der 25. Minute zeigte Fritz Gerisch nach einer Flanke einen guten Kopfball, konnte den Gäste-Schlussmann aber mit dem versuchten Heber nicht überlisten. Einem starken Distanzschuss der Kamenzer in der 38. Minute folgte kurz vor der Pause noch eine gute VfL-Chance. Doch der Schuss von Sebastian Weiske nach einem Dribbling von Roy Blankenburg wurde auf der Linie geklärt.

Das Tor des Tages fiel gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit. Sebastian Heine schloss einen guten Angriff der Kamenzer in der 46. Minute zum 0:1 ab. Die Bemühungen des VfL auf eine Wende im Spiel waren danach zwar erkennbar, aber wenig erfolgreich. Aus den Vorteilen beim Ballbesitz resultierten viele Halbfeldfreistöße und Ecken, die aber meist zu ungenau und zu oft direkt in die Arme des großgewachsenen Kamenzer Schlussmannes geschlagen wurden. Wirklich gefährlich wurde es selten. Ein Distanzschuss von Kai Enold in der 75. Minute ging knapp am Tor vorbei. Ein Freistoß von Tom Wilhelm landete kurz vor dem Abpfiff in der Mauer. "Mir hat diesmal auch der Kampfgeist gefehlt", sagte VfL-Vorstandsmitglied Manfred Grad, der früher Eishockey gespielt hat und den körperlichen Einsatz bei den Fußballern vermisste. Marc Benduhn, zuletzt Torschütze vom Dienst, blieb diesmal ohne Treffer. Er musste in der Torjäger Wertung mit seinen 18 Treffern nun den Chemnitzer Florian Mielke (19) an sich vorbeiziehen lassen.

SG Taucha 99 gegen VfB Empor Glauchau 0:2 (0:1). Zum vierten Mal standen sich beide Mannschaften gegenüber und zum vierten Mal gewann Glauchau verdient mit 2:0.

In der ersten Viertelstunde standen beide Teams relativ sicher, wobei Glauchau mehr vom Spiel hatte und den Gegner attackierte, während sich Taucha weit hinten rein-stellte. Die Glauchauer vergaben drei gute Freistoßmöglichkeiten. Nach einem weiten Pass aus der Tiefe war Martin Sprunk völlig frei und scheiterte am Torwart (31.). Danach verfehlte ein Distanzschuss, kurz hinter der Mittellinie, von Tino Wagner nur knapp das Ziel (37.). Eine herrliche Kombination über Willy Schad und anschließender Flanke von Michael Groß köpfte Sprunk zur Führung für Glauchau ein (40.). Kurz vor dem Pausenpfiff scheiterte John Weise noch vom Elfmeterpunkt, nachdem Carsten Pfoh gestreckt wurde.

Nach dem Wechsel erlief sich der Glauchauer Schad den Ball und hob ihn im Strafraum über den Torwart, der mit den Fingerspitzen zur Ecke klärte (51.). Mit der ersten Möglichkeit für Taucha wäre fast der Ausgleich gefallen. Einen abgefälschten Freistoß konnte Tom Seyfarth nur nach vorn prallen lassen und der nachsetzende Stürmer brachte es fertig den Ball aus drei Meten an den Querbalken zu setzen (56.). Jetzt setzte Taucha Akzente, vernachlässigte aber die Abwehrarbeit. Das nutzte Glauchau zum zweiten Treffer. Einen Konter schloss Martin Sprunk, nachdem er zwei Verteidiger und den Tormann umkurvt hatte, mit dem zweiten Tor ab (63.) ab. Das brachte die Gastgeber völlig von der Rolle.Aber Glauchau versäumte nachzulegen. Glauchaus Torhüter Tom Seyfarth spielte nunmehr bereits zum vierten mal "zu Null".

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