Gespannt auf die neue Saison

Die Rollstuhlbasketball-Bundesliga 2018/19 wartet mit einem neuen Modus auf: Erstmals werden ein Viertelfinale und eine Playdown-Runde gespielt.

Mosel.

Gemischte Gefühle haben beim BSC Rollers die Entscheidungen der Bundesligaversammlung im Hinblick auf den Playoff- sowie den Auf- und Abstiegsmodus hervorgerufen. "Ich kann das noch nicht ganz einordnen", gesteht Marco Förster, der Zwickauer Trainer.

Ab der Saison 2018/19 spielen die Plätze 3 bis 6 nach der Hauptrunde ein Viertelfinale um die Qualifikation für das Halbfinale. Dabei trifft der Dritte auf den Sechsten und der Vierte auf den Fünften. Die Gewinner der Best-of-3-Runde treffen im Halbfinale auf den Tabellenersten und -zweiten. "Das finde ich ganz cool. Da haben die Mannschaften auf den Plätzen 5 und 6 noch die Möglichkeit, in die Meisterrunde reinzukommen", erklärt Förster. Von diesem Modus hätte BSC in der vergangenen Saison als Fünfter profitiert. Und da will Zwickau auch im neuen Spieljahr hin. "Wir wollen uns natürlich nach oben orientieren und versuchen, um Platz 5/6 mitzuspielen", kündigt der Trainer an.

Wenn Anfang März der letzte Spieltag der Hauptrunde gespielt ist, geht es für die vier Teams im Tabellenkeller nochmal um alles. In der Playdown-Runde treffen die vier Teams nochmal aufeinander und spielen untereinander die zwei Absteiger aus. Das Besondere: Die Ergebnisse der Hauptrunde aus den Spielen untereinander werden mitgenommen. Wer also in der Hauptrunde schon gegen die Konkurrenz gepunktet hat, startet mit einem Vorteil in die Playdowns. Der veränderte Modus soll mehr Spiele, mehr Spannung und mehr Action in die Hallen bringen. Und die lange Sommerpause verkürzen. "Ich bin damit nicht glücklich", meint Marco Förster. "Da muss ich ganz ehrlich sagen, da hinterfrage ich ein bisschen die Sinnhaftigkeit. Ich weiß nicht, ob das so zwingend ist." Das Ganze zieht sich immerhin über mehrere Wochen bis Mitte Mai, immer mal unterbrochen von Europapokalspielen und Nationalmannschaftseinsätzen. Seine Argumente: Bei einer längeren Saison wird es schwerer, die Spannung aufrechtzuerhalten. Zudem entstehen Mehrkosten durch zusätzliche Auswärtsfahrten. Und es kann der Fall eintreten, dass eine Mannschaft, welche die ganze Saison solide gespielt und Platz 7 erreicht hat, bei der sich gegen Ende der Serie aber einer der Leistungsträger verletzt, sein Fehlen in den Playdowns dazu führt, dass sie noch absteigen muss. Marco Förster sieht auch als Problem, dass Vereine mit kleinem Kader erwägen könnten, sich drei Monate Gehälter zu sparen, indem sie kurz vor Ende der Wechselfrist nochmal auf dem Transfermarkt tätig werden, um sich für die Relegationsrunde zu rüsten.


BSC Rollers Zwickau am Wochenende beim Turnier der Thuringia Bulls in Elxleben

14 Tage vorm Saisonstart der Rollstuhlbasketball-Bundesliga nimmt der BSC Rollers Zwickau am Wochenende an einem mit vier Mannschaften besetzten Turnier im Landessportzentrum Elxleben teil. "Ich freue mich drauf, ich bin ganz aufgeregt", gesteht Trainer Marco Förster.

Gleich im ersten Spiel treffen die Zwickauer heute, 10 Uhr, auf Gastgeber Thuringia Bulls, den amtierenden Deutschen Meister. 12.15 Uhr geht gegen Rahden (Absteiger in 2. Bundesliga Nord) und am Sonntag, 11 Uhr, gegen die BG Baskets Hamburg. Danach finden die Platzierungsspiele statt.

Ergebnisse sind zweitrangig für Marco Förster. "Ich erwarte, dass die Mannschaft als Team auftritt." Die zwei Neuzugänge seien gut integriert. "Die Chemie stimmt, es herrscht ein guter Zusammenhalt." Nach zwei Wochen Training ist er sehr zufrieden. Nun kommt der erste Härtetest.

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