Getestet vom ukrainischen Nationalteam

Das Männer-Team des SV Motor Meerane ist auf den Start der 2. Hallenhockey-Bundesliga gut vorbereitet. Nur ein Aspekt soll vorher noch angegangen werden.

Meerane.

Sechs Wochen sind vergangen, seit die Regionalliga-Hinrunde der Feldsaison für die Hockeyspieler des SV Motor Meerane zu Ende gegangen ist. Viel Zeit zum Müßiggang hatte das Team von Trainer Steffen Jahn allerdings nicht. "Das Programm von uns im November ist richtig hart gewesen", sagt der Übungsleiter - und hofft darauf, dass der gewählte Weg zur Vorbereitung auf die Hallensaison in der 2. Bundesliga Ost der richtige gewesen ist. Die neue Spielzeit beginnt für die Meeraner am Sonntag um 14Uhr mit einem Gastspiel beim Vorjahreszweiten Spandauer HTC. "Wir gehen aber nicht ganz chancenlos rein", sagt Jahn. Damit meint er sowohl das Spiel, als auch das große Saisonziel Klassenerhalt.

Seine Zuversicht speist sich aus den umfangreichen Testspielprogramm der Meeraner, bei dem die Mannschaft vor allem gegen höherklassige Gegner auf Herz und Nieren geprüft wurde. Nachdem Motor bereits an Turnieren in Berlin und Freiberg teilgenommen hatte, stand am vergangenem Wochenende der Messe-Pokal beim Regionalligisten ATV Leipzig auf dem Programm. Neben dem Gastgeber und Meerane nahmen zwei Erstligisten, ein Vertreter der 2. Bundesliga Nord und die ukrainische Nationalmannschaft teil.

"Die treten auch im Januar bei der Hallen-EM in Berlin an", so Jahn. Trotz der 1:13-Niederlage gegen die Osteuropäer zog sich Motor achtbar aus der Affäre. "In den ersten 20 Minuten haben wir ein Riesenspiel gemach. Da stand es 1:1 und wir haben mit einem verschossenen Siebenmeter die Chance zur Führung liegen gelassen", sagt Jahn. Danach fuhren die Ukrainer den erwarteten Sieg ein. "Wir haben uns dennoch super verkauft", so Jahn. Die Meeraner zeigten auch in den anderen Partien gute Leistungen. Vor allem beim 5:5 gegen den Erstligisten Osternienburger HC. "Acht Sekunden vor Schluss laufen wir sogar aufs leere Tor zu und treffen nur den Pfosten", sagt Jahn - und spricht damit die große Schwachstelle seines Teams an: die Chancenverwertung.

"Im Training schießen sie sensationelle Tore", so Jahn, aber in den Spielen sei die Mannschaft wohl noch nicht abgeklärt genug. Diese Kopf-Frage soll beim finalen Testspiel am Freitag gegen Chemnitz angegangen werden. Beim ersten Aufeinandertreffen in der Vorbereitung siegte Meerane 20:3. "Vielleicht können wir uns da mehr Sicherheit holen", sagt Jahn.

Personell muss der 56-Jährige Trainer auf Abwehrspieler Joss Brandenstein verzichten, der im Rahmen eines dualen Studiums wieder in seiner Heimat Stuttgart weilt. Auch Christian Hufnagl wird aufgrund seines Trainer-Engagements bei den Frauen des ATV Leipzig wenig spielen. Im Tor hofft Jahn dagegen darauf, dass Ralph Schneider nicht allzu häufig berufsbedingt fehlen wird. "Die junge Garde hinter ihm ist noch nicht so konstant - und Torhüter ist in der Halle eine immens wichtige Position."

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