Glauchau von Platz 1 verwiesen

Das Spitzenspiel der Landesklasse gegen Marienberg ist für die Fußballer des VfB Empor alles andere als nach Plan verlaufen. Dabei zog auch ein Dresdner den Unmut des Teams auf sich.

Glauchau.

Die Zeichen für den VfB Empor Glauchau haben schon vor dem Anpfiff des Fußballspiels beim FSV Motor Marienberg am Sonntag schlecht gestanden. Mit Christian Jäger mussten die Glauchauer am letzten Spieltag der Hinrunde auf einen wichtigen Kreativspieler verzichten. Und auch, als der Ball rollte, lief es für den VfB Empor vor 209 Zuschauern nicht wirklich rund. Die bittere Bilanz: Nach einem schnellen Gegentor verloren die Glauchauer das Spiel mit 0:1, kassierten im weiteren Verlauf zwei Platzverweise und mussten sowohl die Tabellenführung als auch die damit verbundene Herbstmeisterschaft an Marienberg abgeben.

Bereits nach fünf Minuten lag der Ball im Tor der Gäste. Die Erzgebirger belohnten sich damit für einen flotten Spielbeginn. Einen weiten Einwurf wollte der Glauchauer Torwart Tom Seyfarth klären, aber vor ihm wurde der Ball verlängert. In der Mitte freute sich schließlich der Marienberger Kai Hamann, der unbedrängt zur Führung traf. Gleichzeitig war es die erste von zahlreichen Entscheidungen des Dresdner Schiedsrichters Jens Kläber, mit der die Glauchauer nicht einverstanden waren. Weil Tom Seyfarth bei seinem Klärungsversuch weit vor seinem Tor und deshalb vor dem letzten Abwehrspieler stand, erkannten zumindest die Gäste eine Abseitsstellung. Die frühe Führung war genau das, was die Marienberger auf ihrem kleinen Kunstrasenplatz wollten. Und sie hatte Bestand. Denn kurz darauf vergab der VfB Empor seine erste von mehreren guten Chancen. Aus der Abwehr heraus wurde Marvin Thiele frei gespielt. Er scheiterte aber am gut reagierenden Torwart Toni Grabowski, welcher mit einer Hand zur Ecke klärte (11.). Nach einer Fußparade von Seyfarth gegen Kenny Schreiter (22.) kam auf der anderen Seite Jenni Marquardt frei zum Schuss, verfehlte aber knapp das Ziel (23.).

Noch in der ersten Hälfte zeigte der Schiedsrichter Kläber dem Glauchauer Pierre le Beau die gelbe Karte wegen Reklamierens, übersah aber in der Situation ein Handspiel. Kurz vor der Pause hatte Jens Haprich die Chance zum Ausgleich, aber Grabowski war erneut zur Stelle, doch der Schiedsrichter entschied auf Abstoß statt Ecke (42.).

Nach der Pause war Glauchau tonangebend, aber die Abspiele kamen zu ungenau. Zumindest einen weiten Pass erlief Thiele und sah den mitgelaufenen Maximilian Hennig, aber sein Gegenspieler klärte die Situation energisch (58.). Nach 61 Minuten war die Partie für Abwehrspieler le Beau gelaufen. Erneut diskutierte er eine Entscheidung mit dem Schiedsrichter, der ihn dafür mit Gelb-Rot des Feldes verwies.

Marienberg wollte jetzt schnell den Sack zu machen, aber Seyfarth parierte gegen Kevin Werner mit dem Fuß (71.). Nach schöner Eingabe von Marquardt lag dann der Ball im Marienberger Tor. Bei Jens Haprichs Kopfballtreffer entschied der Unparteiische diesmal allerdings auf Abseits (75). Die nächste Glauchauer Chance vereitelte der gut aufgelegte Grabowski, nachdem Marquardt einen platzierten Freistoß abgab (83.). Kurz darauf flog auch noch der Glauchauer Michael Groß wegen Reklamierens mit Gelb-Rot vom Platz (85). In der Schlussphase brachte Glauchau in doppelter Unterzahl nichts mehr zustande und musste damit den Sieg und die Herbstmeisterschaft Marienberg überlassen.

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