Glauchaus Kopf-an-Kopf-Rennen um die Herbstmeisterschaft

Einen Platz unter den ersten Fünf der Fußball-Landesklasse hatte der VfB Empor zu Saisonbeginn ausgerufen. Vor dem Spitzenspiel am Sonntag in Marienberg wurde zumindest ein Zwischenziel nach oben korrigiert.

Glauchau.

Es ist der perfekte Abschluss einer Halbserie. Das Fußball-Landesklasse-Spiel des VfB Empor Glauchau gegen den FSV Motor Marienberg wird am Sonntag um 13.30Uhr zu einem Finale um die Herbstmeisterschaft. Die Glauchauer sind als Tabellenführer mit zwei Zählern Vorsprung in der bessern Position, während die Marienberger bei dem Kopf-an-Kopf-Rennen im Stadion an der alten Stadthalle den Heimvorteil auf ihrer Seite wissen. "Zweiter gegen Erster, mehr ist zu dem Spiel eigentlich nicht zu sagen", erklärt Glauchaus Trainer Lutz Wienhold - und findet dennoch weitere Worte.

So zum Beispiel zum neuen Zwischenziel. Zu Saisonbeginn habe der Sachsenliga-Absteiger mit ihm als neuen Trainer noch nicht genau gewusst, wo er denn steht. Deswegen wurde zunächst die Top 5 als Ziel ausgegeben. Der anhaltende Erfolg hat nun Appetit auf mehr gemacht. "Wir haben die letzten Spieltage immer auf Platz 1 gestanden, da wollen wir unsere Position natürlich verteidigen", sagt Wienhold. Dass Marienberg noch eine Chance auf die Herbstmeisterschaft hat, liegt auch an den Glauchauern, die sich gegen Reichenbach und Oberlungwitz zuletzt 0:0 getrennt hatten. "Schon das 3:1 gegen Ifa Chemnitz davor war nicht so gut. In den Spielen hat uns etwas die Leichtigkeit gefehlt. Aber gegen Marienberg spielt das keine Rolle", sagt Wienhold. Zumal es in einer langen Saison immer Phasen gäbe, die etwas anstrengender sind. "Zumindest haben wir weiter gepunktet", so der Übungsleiter.

Neben dem langzeitverletzten Hans Pfau werden bei dem Spitzenspiel wohl auch Jenni Marquardt und Christian Jäger ausfallen. Zudem gibt es noch eine Reihe angeschlagener Spieler, berichtet Wienhold: "Da müssen wir mal schauen, wen wir noch fit bekommen."


OSV gegen Top-Torjäger

Auch in der Torjägerliste der Fußball-Landesklasse geht es eng zu. Den ersten Platz teilen sich mit jeweils 13Treffern Kenny Schmidt (Marienberg) sowie Robert Hofmann und Marcel Schuch, die beide für Merkur Oelsnitz auf Torejagd gehen. Während Schmidt die Glauchauer Abwehr - die in 14 Spielen erst elf Gegentor schlucken musste - auf Herz und Nieren prüfen wird, tritt das Oelsnitzer Duo am Sonntag ab 13.30 Uhr beim Oberlungwitzer SV auf dem Kunstrasenplatz an der Erlbacher Straße an. Auf die Defensive des OSV (25 Gegentore in 13 Spielen) wartet also eine große Herausforderung.

Doch die Oberlungwitzer haben schon mehrfach gezeigt, dass sie gegen Spitzenteams bestehen können - so zum Beispiel beim 0:0 gegen den VfB Empor vor knapp zwei Wochen, als sie den Tabellenführer an den Rand einer Niederlage brachten. Als Aufsteiger mit 15 Punkten aus 13 Spielen kann Oberlungwitz bisher weitgehend zufrieden sein, doch ausruhen kann sich der OSV nicht.

In der unteren Tabellenhälfte geht es sehr eng zu. Als Zwölfter schwebt der OSV in Abstiegsgefahr. Der Vorsprung auf die Abstiegsränge beträgt derzeit vier Punkte. Dass schon acht Heimspiele und erst drei Auswärtsspiele absolviert wurden, macht deutlich, dass die Rückrunde nicht einfach wird. Vor der Winterpause stehen noch das Heimspiel gegen Oelsnitz (5.Platz/24 Punkte) und am 15. Dezember das Nachholspiel gegen den TSV IFA Chemnitz (15./7) aus. (mpf)

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