Handball-Urgestein beendet seine aktive Laufbahn

Vom Spielfeld auf die Bank: Oliver Pflug freut sich auf eine neue Aufgabe beim Sachsenligisten HC Glauchau/Meerane.

Glauchau/Meerane.

Über einen längeren Zeitraum ist bei Oliver Pflug die Entscheidung gereift, seine sportliche Laufbahn beim HC Glauchau/Meerane zu beenden. "Das war letztlich ein Zusammenspiel von mehreren Faktoren", sagt der 34-Jährige und zählt Gründe auf: Er will mehr Zeit mit der Familie verbringen, auf die Knie- und Rückenbeschwerden reagieren und den Platz auf seiner angestammten Linksaußenposition für jüngere Leute freimachen. Pflug: "Wir sind auf der Position gut aufgestellt. Franz Schmidt und Alexander Pfeil haben sich mehr Einsatzzeit verdient."

Zwölf Jahre hat Oliver Pflug für die erste Männermannschaft des HSV Glauchau beziehungsweise des HC Glauchau/Meerane die Knochen hingehalten. Damit gehörte er zu den dienstältesten Akteuren. Die Zahl der Einsätze und der Tore hat niemand gezählt. Allerdings behält Oliver Pflug zahlreiche Erinnerungen im Kopf. Zu den Höhepunkten gehörte in der Saison 2015/16 der Einzug ins DHB-Amateurpokalfinale, was in Hamburg ausgetragen wurde. Im gleichen Atemzug nennt der Mann mit der Nummer 14 den Gewinn des Sachsenmeistertitels (2012) und den Gewinn des Sachsenpokals (2013). Dadurch lösten Oliver Pflug und seine Teamkollegen auch das Ticket für die Teilnahme am DHB-Pokal. Dort musste man sich vor 800 Zuschauern erst nach großem Kampf dem Bundesligisten TuS Nettelstedt-Lübbecke mit 28:32 (14:14) geschlagen geben.

In den letzten Monaten hat Oliver Pflug dagegen die Schattenseiten des Handballsports zu spüren bekommen. Er plagte sich mit Verletzungen herum. Seine Teamkollegen konnten trotz einer zwischenzeitlichen Aufholjagd den Abstieg aus der mitteldeutschen Oberliga nicht verhindern. "Das war die negativste Zeit, die ich als Sportler durchmachen musste", sagt der Glauchauer. Mitspieler, Anhänger und auch Verantwortliche wie HC-Vereinschef Jens Rülke hatten auf einen anderen Abschied des Urgesteins gehofft. "Oliver Pflug war die ganzen Jahre ein absolutes Vorbild an Trainingsbeteiligung und Einsatzfreude", sagt Rülke.

Die Tugenden wird Oliver Pflug künftig auch von Akteuren des HC Glauchau/Meerane einfordern. Er hat die Aufgabe des Co-Trainers übernommen. Bereits seit längerer Zeit stand fest, dass Oliver Pflug dem Verein die Treue halten wird. "Der Vorstand hat mir die Position des Co-Trainers angeboten", sagt der Mann, der nun direkt vom Spielfeld auf die Bank wechselt und mit Trainer Felix Kempe noch die genaue Aufgabenverteilung abstimmen muss. Fest steht bereits: In den Übungseinheiten soll künftig noch mehr in kleineren Gruppen gearbeitet werden. Dabei kann der neue Co-Trainer seine Erfahrung an die Spieler auf den Außenpositionen weitergeben.

Oliver Pflug hat unter vielen Trainern gearbeitet. "Man nimmt von jedem etwas mit", sagt er diplomatisch, hebt aber mit Jörg Grüner und Jörg Neumann zwei Übungsleiter besonders hervor: "Jörg Grüner war mit einer der ersten Trainer bei den Männern. Er hat viel auf die Einstellung und den Willen der Spieler geachtet. Im spielerischen Bereich war Jörg Neumann ein prägender Coach."


Erster Test am 19. Juli

Die Vorbereitung auf die neue Saison beim HC Glauchau/Meerane hat am 26. Juni begonnen. Trainer Felix Kempe und Co-Trainer Oliver Pflug setzen das Hauptaugenmerk momentan auf Kondition und Athletik. Am Freitagabend soll eine Übungseinheit auf dem Sportplatz in Dennheritz durchgeführt werden.

Der erste Härtetest steht am 19. Juli im Kalender, wenn das HC-Team ein Vorbereitungsspiel auswärts beim HSV Ronneburg bestreitet. Die Partie beginnt 20.15 Uhr, teilt Vereinschef Jens Rülke mit. Am 7. August folgt ein Heimspiel gegen den EHV Aue II. (hof)

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