Handballer: Improvisation weiterhin nötig

Beim HC Glauchau/Meerane ist ein lange verletzt gewesener Spieler zurück. Dennoch ist der Trainer nicht sorgenfrei.

Glauchau/Meerane.

David Kylisek steht dem Oberligisten HC Glauchau/Meerane endlich wieder zur Verfügung. Der tschechische Rückraumspieler ist nach einer Schulteroperation in das Team zurückgekehrt. Er gab zuletzt im Spiel beim TuS Radis ein Kurz-Comeback. Seine Einsatzzeiten sollen sich morgen Abend im Auswärtsspiel beim ESV Lok Pirna bereits etwas verlängern. "Wir müssen seine Belastung langsam steigern. Durch die Rückkehr von David Kylisek haben wir zusätzliche taktische Optionen zur Verfügung", freut sich Trainer Jörg Neumann. Er macht deutlich: "Mit Christian Döhler, der seine Aufgabe gut gemacht hat, und David Kylisek haben wir nun zwei ganz unterschiedliche Spielertypen für die Position im mittleren Rückraum."

Trotz des Comebacks von David Kylisek muss die Mannschaft aus Glauchau und Meerane im personellen Bereich weiter improvisieren. Mit Kevin Otto (Schulterprobleme) und Tobias Feig (Urlaub) fallen die beiden Stammkräfte auf der Rechtsaußenposition aus. Zudem hat Kreisläufer Michel Jentsch erneut Rückenprobleme. Die Entscheidung, ob der HC-Kapitän mit nach Pirna fährt, fällt erst nach dem heutigen Abschlusstraining.

In den Übungseinheiten war in den vergangenen Tagen wieder einmal das Improvisationstalent der Verantwortlichen gefragt. Die Sachsenlandhalle stand aufgrund von anderen Veranstaltungen nicht zur Verfügung. Deshalb wurde am Dienstag in Ronneburg und gestern Abend in Meerane trainiert. "Das darf allerdings keine Ausrede für morgen sein", macht Jörg Neumann vor dem fünften Auswärtsspiel der Saison klar.

Der HC steht mit 7:5 Punkten auf dem achten Platz, Pirna nimmt mit 4:10 Punkten den 13. Rang ein. Das Lok-Team hat nach einem katastrophalen Start zuletzt mit Siegen gegen Freiberg und in Staßfurt offenbar die Kurve bekommen. "Wir wissen also, dass wir hellwach in diese Begegnung gehen müssen", sagt der Glauchauer Trainer. Den Grundstein zum angepeilten Doppelpunktgewinn soll seine Mannschaft in der Defensive legen. Neumann: "Dort müssen wir beweglich und aggressiv agieren."

Anwurf: morgen um 19.30 Uhr.


Noch kein Punkt auswärts

Frauen-Sachsenliga: SV Plauen-Oberlosa gegen HC Glauchau/Meerane. Ein schweres Auswärtsspiel wartet morgen ab 16 Uhr auf die Mannschaft aus Glauchau und Meerane. Sie muss beim Tabellendritten, der bisher 9:3 Punkte auf dem Konto hat, antreten. "Plauen-Oberlosa ist ein spielstarker und ballsicherer Gegner mit einer robusten Abwehr", sagt Trainer Björn Fröhlich, der sich weiter mit einer angespannten Personalsituation herumplagt. In der Partie, die in der Kurt-Helbig-Sporthalle ausgetragen wird, fällt Anne-Katrin Schmutzler aus. Dafür kehrt Caroline Dittrich in das Team zurück. "Wir müssen wieder ballsicherer im Angriff agieren und auf die klare Torchance warten. Das hat in den letzten Spielen nicht gut funktioniert", sagt Björn Fröhlich, der gemeinsam mit Thomas Schmidt für die Mannschaft verantwortlich ist. Dabei setzen die Trainer weiterhin auf die Treffsicherheit von Claudia Einenkel, die mit 56 Toren an der Spitze der Sachsenliga-Torschützenliste steht. In den letzten drei Partien war der Aufsteiger aus Glauchau und Meerane nach schwächeren Leistungen jeweils ohne Punkte geblieben. Deshalb nimmt die Mannschaft momentan mit 4:8 Punkten den achten Tabellenplatz ein. In Auswärtsspielen ist das Team bisher noch ohne Punktgewinn. (hof)

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.

    Lesen Sie auch
    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...