Handballspiele in Sachsen abgesagt

Da ein Verein des Freistaats vom Coronavirus betroffen ist, wurden vorsorglich alle Partien des Wochenendes abgesetzt. Der HC aus Glauchau und Meerane hofft auf eine Fortsetzung der Saison.

Glauchau/Meerane.

Wegen des Coronavirus hat der Handball-Verband Sachsen (HVS) am Donnerstagnachmittag alle in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Partien für das Wochenende abgesagt. Betroffen davon sind die Spiel- und Altersklassen ab der Sachsenliga abwärts, wie der HVS in einer Pressemitteilung erklärte. Notwendig wurde die Maßnahme, da ein sächsischer Verein mit seinen Spielern unmittelbar vom Virus betroffen ist.

Durch die Absage soll den Behörden Zeit gegeben werden, um Kontaktketten zu ermitteln und einer unbewussten Verbreitung entgegenzuwirken. Per Präsidiumsbeschluss sei diese Vorgehensweise für einen solchen Fall bereits in der Vorwoche beschlossen worden. Der Name des Vereins wurde nicht genannt. Er spiele mit seinen Teams im Erwachsenen- und Nachwuchsbereich unter anderem auf Verbands- und Spielbezirksebene.

Die Trainer und Betreuer des HC Glauchau/Meerane haben die Absage vom Verband am Donnerstagnachmittag auf ihre Handys geschickt bekommen. Vereinschef Frank Blauhut schaute in den Abendstunden auch bei den Übungseinheiten in der Sachsenlandhalle in Glauchau und der Karl-Heinz-Freiberger-Halle in Meerane vorbei. Er zeigte Verständnis für die Entscheidung der Verantwortlichen: "Die Situation ist schwierig und unübersichtlich. Es handelt sich um Themen, die wir leider nicht beeinflussen können." Blauhut machte deutlich, dass der HC nun auf weitere Festlegungen im Lauf der nächste Woche warten müsse. Das betreffe vor allem die erste Männermannschaft, die an der Spitze der Sachsenliga steht und das Halbfinale im Sachsenpokal erreicht hat. "Wir geben die Hoffnung, dass der Spielbetrieb fortgesetzt werden kann, nicht auf und trainieren erst einmal weiter", sagte Frank Blauhut.

Nachdem bisher davon ausgegangen wurde, dass Veranstaltungen mit überschaubaren Besucherzahlen stattfinden können, kam die Absage auch für einige Spieler der HSG Sachsenring überraschend. Kritik gab es von Seiten der HSG, die am Samstag als Spitzenreiter der Bezirksliga beim Tabellendritten USG Chemnitz spielen wollte, aber nicht. "Wie es weitergeht, können wir derzeit absolut nicht einschätzen", sagte Sachsenring-Leiter Matthias Bohn.

Nächste Woche soll es im HVS ergebnisoffene Beratungen hinsichtlich des Saisonverlaufs geben. Ziel ist ein einheitliches Vorgehen auf allen Verbandsebenen. (mit mpf)


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