Heimnimbus ist gebrochen

Das war kein guter Spieltag für die Hockeyteams des SV Motor Meerane. Eine bittere Stunde erlebten die Herren.

Regionalliga-Damen: SV Motor Meerane gegen SG Rotation Prenzlauer Berg 2:5 (1:4). Die ungeschlagene Heimspielserie der Meeraner Hockeydamen ist gebrochen. Am zehnten Spieltag musste sich Motor zum ersten Mal in der Hallensaison 2018/2019 zu Hause geschlagen geben.

Es war kein schönes Spiel, Rotation kämpfte um den Klassenerhalt. Bereits nach 50 Sekunden konnten die Gäste zum ersten Mal jubeln. Danach fanden die Meeranerinnen kein Mittel gegen die aggressive Spielweise der Berlinerinnen. Immer wieder hatte Prenzlau schneller Zugriff zum Ball und setzte sich mit grenzwertig, aber regelkonformen Mitteln gegen den SV Motor durch. In der Folge zog die SG bis zur 20. Minute auf 3:0 davon. Ein Beispiel des unfair geführten Spieles wurde in der 22. Minute geboten, als Laura Remus den Schläger ihrer Gegenspielerin an den Kopf bekam und zu Boden ging. Während das Schiedsrichterteam darin keine Regelwidrigkeit sah, entschuldigte sich die Berliner Spielerin. Die folgende Strafecke verwandelte Prenzlau zur 4:0-Vorentscheidung. Mit dem Halbzeitpfiff netzte Pauline Rothmund eine Strafecke zum 1:4. ein.

Nach dem Seitenwechsel stellte Meerane seine Spielweise um und agierte nun weiter vorn. Das führte zu keiner Verbesserung der Situation. Beiden Mannschaften gelang ein weiterer Treffer in der zweiten Halbzeit zum Endstand. "Wir haben keinen Zugriff auf das Spiel bekommen. Für Berlin ging es um alles, deswegen haben sie alle Mittel eingesetzt. Nicht spielentscheidend, aber schade war, dass die Schiedsrichter diese gefährliche Spielweise nicht unterbunden haben", sagte der Meeraner Trainer Mirko Götz.

2. Bundesliga-Herren: TSV Leuna gegen SV Motor Meerane 15:6 (6:4). Mit dieser herben Niederlage hat der SV Motor seinen vorzeitigen Abstieg besiegelt.

Die Meeraner fanden vor allem zu Beginn der Partie nicht ins Spiel. Leuna stemmte sich als Vorletzter gegen den Abstiegskampf und überrannte Meerane. Bis zur 9. Minute lagen die Gäste schon mit 0:6 hinten. Meerane wachte nun auf. Christian Hufnagl verwandelte eine Strafecke zum 1:6 (16.). Nur wenige Sekunden später verkürzte Hufnagl auf 2:6. Leuna schaltete einen Gang zurück. Das schaffte Raum für die Offensive des SV Motor. Justus Dietzel schoss zum 3:6 ein (21.). Mit dem Tor zum Halbzeitstand von Sebastian Scholz keimte noch einmal Hoffnung bei den Westsachsen auf (27.).

Die wurde von den Hausherren aber in der zweiten Hälfte im Keim erstickt. Leuna zog schnell auf 8:4 davon. Bastian Lange verkürzte mit einer Strafecke zwar auf 5:8,. Leuna blieb aber dominant und schoss weiter Tore. Beim Stand von 11:5 (48.) konnte Jakob Marutschke für die Meeraner noch einen Siebenmeter verwandeln. Die Niederlage war aber nicht mehr abzuwenden. Bis zum Abpfiff erhöhte Leuna auf 15:6. "Wir haben heute nicht annähernd an unsere Leistungen in dieser Saison angeknüpft und konnten nur in den 15 Minuten vor der Halbzeitpause überzeugen. Der Abstieg ist sehr bitter für die Jungs. In den meisten Spielen der Saison haben wir bewiesen, dass wir zweitligatauglich sind", erklärte Trainer Steffen Jahn nach der herben Niederlage. Der SV Motor Meerane steht damit vor dem letzten Saisonspiel am 10. Februar als Absteiger fest.

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