Hohenstein-Ernstthaler verschiebt den Aufstieg

Motorsport: Nach Platz 6 im Enduro Pokal würde für Sören Gatzsch die Deutsche Meisterschaft zu früh kommen

Hohenstein-Ernstthal.

Das Finale der Internationalen Deutschen Enduro Meisterschaft in Rüdersdorf bei Berlin hatte sich Sören Gatzsch aus Hohenstein-Ernstthal anders vorgestellt. Am letzten Wochenende vor dem zweiten Lockdown wollte er sich noch einmal ins Zeug legen und seinen eine Woche zuvor erkämpften fünften Gesamtrang in seiner Klasse des Deutschen Enduro Pokals zumindest verteidigen, oder gar verbessern. Doch daraus wurde nichts.

Nachdem er am ersten der beiden finalen Fahrtage 2020 auf den ersten Prüfungen nur die neunt- und die achtbeste Zeit fuhr, kam der 21-jährige Hohenstein-Ernstthaler immer besser in Fahrt und nahm nach einer zweitschnellsten Zeit schon Kurs auf den dritten Tagesrang. Doch er wurde auf der vorletzten Prüfung gestoppt. Er blieb mit dem Hinterrad an einer offen liegenden Wurzel hängen, wurde über den Lenker abgeworfen und gegen einen Baum geschleudert. Danach konnte er seinen linken Arm kaum noch bewegen. Wie sich später herausstellte, hatte er zwar "nur" einen stark gequetschten Muskel davongetragen, doch an ein Weiterfahren war nicht zu denken.

So entschied er sich schweren Herzens zur vorzeitigen Heimreise und rutschte in der Endabrechnung noch auf den sechsten Rang ab. Zwar verbesserte sich der Ex-Motocrosser damit gegenüber seinem Enduro-Premierenjahr 2019 um einen Platz, war damit aber nicht wirklich zufrieden. "Mein Saisonbeginn war bescheiden, aber dann wurde es von Rennen zu Rennen besser. Vom Fahrerischen war es beim Finale richtig gut, bis zu diesem blöden Ende. Ich hatte eigentlich überlegt, nächstes Jahr in die Deutsche Meisterschaft aufzusteigen, doch sind wir nun der Ansicht, dass es nächstes Jahr noch zu früh wäre. Langfristig bleibt es aber das Ziel", so Sören Gatzsch. (th)

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