Im Abstiegskampf gibt es keine Zeit zum Verschnaufen

Die Eishockey-Profis der Eispiraten Crimmitschau kämpfen gegen den Abstieg. Sie spielen heute Abend im Sahnpark.

Crimmitschau.

Bis zu sieben Spiele innerhalb von 15 Tagen müssen die Eispiraten Crimmitschau und der EC Bad Nauheim in der Play-down-Serie absolvieren. Deshalb hat Trainer John Tripp zuletzt das Pensum reduziert. Am Mittwoch ging es für seine Spieler auf die Räder und die Laufstrecke - quasi zum Auflockern der Muskeln. Gestern standen die Eispiraten-Profis rund 40 Minuten auf dem Eis. Das Hauptaugenmerk wurde auf die Special-Teams gelegt. Im Anschluss stand die Videovorbereitung auf dem Programm.

Die beiden Kontrahenten kreuzten am Dienstagabend in der hessischen Kurstadt die Schläger. Bad Nauheim gewann mit 4:3 (1:0, 2:2, 0:1, 1:0) nach Verlängerung. Heute ab 20 Uhr kommt es im Kunsteisstadion im Sahnpark zum zweiten Spiel der Serie. Am Sonntagabend ab 18.30 Uhr folgt das dritte Duell in Bad Nauheim. John Tripp, der momentan vor der Feuertaufe in seiner jungen Trainerkarriere steht, nannte gestern Mittag zwei Dinge als Schlüssel zum Erfolg für die Westsachsen. Erstens: Sie müssen die Anzahl der Strafen reduzieren. Die roten Teufel trafen zuletzt zweimal im Powerplay. Zweitens: Die Anzahl der Schüsse auf den gegnerischen Kasten soll erhöht werden. "Vor allem in eigener Überzahl müssen wir häufiger zum Abschluss kommen", sagte John Tripp. Eine wichtige Rolle nehmen in der entscheidenden Phase der Saison die Anhänger ein. "Wir brauchen die Unterstützung der Fans und hoffen auf eine stimmungsvolle Kulisse, damit wir am Freitagabend das Heimrecht nutzen können", sagte Tripp.

Mit Überraschungen im personellen Bereich ist bei den Crimmitschauern nicht zu rechnen. Die Sturmreihen werden ähnlich wie zum Start der Serie aussehen. Mark Lee stürmt mit Daniel Bucheli und Jason Pinizzotto. Patrick Pohl führt den Block mit Ivan Ciernik und Dominic Walsh an. Vincent Schlenker, Christoph Kabitzky und Chris St. Jacques bilden die dritte Formation. In der vierten Reihe agiert Erik Gollenbeck, der zuletzt zweimal erfolgreich war, mit Jan Tramm und Phi-lipp Halbauer. Dagegen steht Bernhard Keil noch nicht wieder zur Verfügung. Der 25-jährige Stürmer stand gestern mit seinen Kollegen auf dem Eis. Er absolvierte aber nur ein reduziertes Pensum. Nach Informationen von "Freie Presse" plagt er sich mit einer Verletzung am Fuß herum. "Wir müssen abwarten, wie sich Bernhard Keil in den nächsten Tagen fühlt", sagt Tripp.

Indes gibt es rund um die heutige Partie einige Aktionen. Gegen 19.40 Uhr sollen Schüler des ETC Crimmitschau, die den Aufstieg in die Bundesliga (Gruppe A) geschafft haben, als Gewinner der "Freie Presse"-Leserumfrage nach dem Sportler des Monats Februar ausgezeichnet werden. Zudem können zwei Smartphones verlost werden. Der Erlös aus der Tripp-Charity geht an die Familie von Max Groß. Der siebenjährige Nachwuchsspieler des ETC ist an Leukämie erkrankt.

Tickets für die Spiele der Eispiraten gibt es im Vorverkauf in den Shops der "Freien Presse".

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