Im Camp geht's nicht nur um den Sport

Fünf Tage lang war RB Leipzig mit seiner Fußballschule bei Traktor Neukirchen zu Gast. Für einen Trainer war es ein ganz besonderes Erlebnis.

Neukirchen.

So viele Fußballerbeine auf einmal haben die beiden Plätze der SG Traktor Neukirchen in den vergangenen Jahren noch nie gesehen. 60 Kinder und Jugendliche nutzten in dieser Woche die Gelegenheit, sich beim Fußballcamp von RB Leipzig von insgesamt sieben Trainern neue Dinge zeigen zu lassen. Dass der Spaßfaktor an den fünf Tagen aber nicht zu kurz kam, zeigen die Mannschaftsnamen: als Rasenraketen, Kopfball-Meister oder Super-Techniker liefen die Sechs- bis 13-Jährigen auf.

"Gerade in der Nachwuchsarbeit ist es wichtig, den Kindern das Fußballspielen so zu vermitteln, dass es nicht nur ein Spiel ist, sondern auch Spaß und Freude macht", sagt Camp-Leiter René Köcher. Nach der Mittagspause standen deshalb in dieser Woche stets kleine Turniere auf dem Programm. Auf den extrem kleinen Spielfeldern befanden sich dabei auf jeder Seite zwei Tore. "Die Kinder sollen Tore schießen lernen. In dieser Form wird die Schnelligkeit und eine gewisse Taktik geschult, um als Mannschaft miteinander die besten Möglichkeiten herauszuspielen und möglichst viele Tore zu erzielen. Reaktionsgeschwindigkeit, das Merken von geschulten Situationen und das dementsprechende Umsetzen dieser gelernten Einheiten ist unser Ziel", betont Köcher. Das Trainerteam erkenne dabei recht schnell, wer was könne und fördere die Kinder dementsprechend. Zum siebenköpfigen Team von RB Leipzig gehörte in dieser Woche auch Max Plänitz. Der 25-Jährige stammt aus Neukirchen und kam während seines Lehramtsstudiums in Leipzig zu RB. Seit mittlerweile zwei Jahren hilft er bei den Sommercamps aus. Dass der Bundesligist jetzt in seiner Heimat gastierte, kam Plänitz sehr gelegen: Er wohnt in Zwickau, wo er sein Referendariat absolviert.

Neben den sportlichen Aspekten gab es für die Kinder und Jugendlichen jeden Tag einen weiteren Höhepunkt. Am Dienstag zum Beispiel kam RB-Maskottchen Bulli zu einer Autogrammstunde und einer kleinen Trainingseinheit nach Neukirchen. Am Mittwoch war der ehemalige Nationaltorhüter Perry Bräutigam zu Gast. Er absolvierte mit den Nachwuchstorhütern mehrere spezielle Trainingseinheiten und auch bei ihm kamen die Autogrammjäger auf ihre Kosten. Für die Neukirchener Jugendleiterin Mandy Ebersbach bedeutet das Camp sehr viel. "Hier haben wir eine Chance, dass die Kinder von professionellen Trainern mit speziellen Ausbildungsvarianten Abläufe besser erlernen können. Sie vermitteln den Kindern nicht nur den bewussten Umgang mit dem Ball, sondern auch mit dem Gegner", betont Ebersbach, der für die Organisation ein Team von rund sieben Helfen zur Verfügung steht. Im Vorfeld hatten die Verantwortlichen unter anderem ein Hygienekonzept zu erstellen, welches mit der Gemeinde abgestimmt wurde.

Das Fußballcamp von RB ist in den nächsten Wochen noch zweimal in der Region zu Gast. Kommende Woche macht es beim Wüstenbrander SV Station, der die fünf Tage gemeinsam mit dem VfL 05 Hohen-stein-Ernsttahl gestaltet. Vom 24. bis 28. August ist der SV Waldenburg Gastgeber für den Bundesligisten.

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