Jetzt winkt das Abstiegsgespenst

Das war so nicht geplant. Nach der Niederlage ging es für den HC in der Tabelle drei Plätze nach unten.

HC Glauchau/Meerane gegen NHV Concordia Delitzsch 22:24 (13:14). In der Sachsenlandhalle in Glauchau schrillen nun langsam die Alarmglocken. Das HC-Team ist zum dritten Mal in Folge ohne Punkte geblieben. Die Mannschaft um Kapitän Michel Jentsch rutscht in der ausgeglichenen Handballoberliga vom achten auf den elften Platz ab. Der Vorsprung auf die Abstiegsränge beträgt nur noch ein Pünktchen. "Wir müssen jetzt auch auswärts, in einem Spiel wo nichts eingeplant ist, etwas Zählbares holen", sagte Routinier Oliver Pflug.

Der Hauptgrund für die verdiente Niederlage gegen den Aufsteiger: Die Gastgeber waren in der Offensive zu schwach. Sie fanden kein Rezept gegen den starken Mittelblock um den großgewachsenen und wuchtigen Oliver Wendlandt. Viele HC-Würfe blieben in der Abwehr hängen. "Die 22 Tore, die wir erzielt haben, sind zu wenig. Wir haben im Vorfeld gesagt, dass wir nicht so viel über die Mitte zum Abschluss kommen wollen", sagte Vereinschef Jens Rülke. Er vertrat Trainer Jörg Neumann, der an einem Lehrgang teilnahm.

Dabei musste Rülke auch auf die angespannte Personalsituation reagieren. Durch die Ausfälle von Kevin Otto, Tobias Feig, Felix Kempe, Alexander Pfeil, Marcel Hartenstein und Vitalij Arlt war der Kader ausgedünnt. Deshalb wurde Jörg Heinrich nach einer zweijährigen Pause für die Position auf der rechten Außenbahn geholt. Er spielte rund 45 Minuten, blieb aber ohne Treffer. Zudem rückte Thomas Heidrich, der normalerweise in der zweiten Mannschaft spielt, in den Kader.

Die 280 Zuschauer haben eine zerfahrene Partie gesehen. Die erste Halbzeit verlief ausgeglichen. Zu Beginn der zweiten Hälfte standen die Hausherren nach einer Zeitstrafen-Flut kurzzeitig nur noch mit drei Feldspielern auf der Platte. Das Team lag in der gesamten zweiten Hälfte in Rückstand. Delitzsch führte mit 18:15 (44.) und mit 22:18 (52.). Die Gastgeber ließen den Kampfgeist für eine Aufholjagd vermissen. In der Schlussphase konnte Oliver Pflug mit einem Doppelschlag zum 21:23 (58.) und 22:23 (60.) verkürzen, mehr war nicht drin. Mit der Schlusssirene verwandelten die Gäste einen umstrittenen Strafwurf zum Endstand.

Den Zorn der Anhänger zogen sich die beiden Schiedsrichter aus Magdeburg zu. Sie haben Rostislav Bruna in der 53. Minute nach einem normalen Foul mit einer Roten Karte in die Kabine geschickt. Zudem wurde bei den Strafwürfen mit zweierlei Maß gemessen. "Vielleicht haben wir demnächst wieder etwas mehr Glück mit den Schiedsrichterentscheidungen", übte Rülke vorsichtig Kritik an den Unparteiischen.

Statistik: HC: L. Kylisek, Kropp, Heinrich, Elschker (2), Jentsch (2), D. Kylisek (3), Bruna (5), Schmidt, Poppitz (1), Döhler (4), Pflug (2), Staude, Heidrich (2). Strafwürfe: HC 3/3, NHV 7/6. Strafminuten: HC 14 plus eine Rote Karte (Bruna), NHV 2.

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