Jubiläum ist ein großer Erfolg

Auch im 50. Jahr des Bestehens sorgt der Oberlungwitzer Reitverein noch für die ein oder andere Überraschung. Am Wochenende war dafür ein Teenager zuständig.

Oberlungwitz.

Nach zwei Tagen voller Reitsport konnten die Gastgeber vom Reitverein Oberlungwitz doppelt zufrieden sein. Denn zum 50-jährigen Vereinsjubiläum gab es nicht nur ein aus organisatorischer Sicht gelungenes Turnierwochenende, sondern auch einige sportliche Erfolge. Im Stilspring-Wettbewerb mit erlaubter Zeit sorgten Laura Schwarz, die mit den Pferden Liguster und Lilly Fee die Plätze 1 und2 belegte, sowie Anja Schlegel mit Lucill als Dritte für sehr gute Platzierungen.

Während Laura Schwarz schon beim Himmelfahrtsturnier vorn dabei war, zeigte sich Anja Schlegel vom dritten Platz selbst überrascht. "Damit bin ich sehr zufrieden. Wir beide waren diesmal wirklich gut", sagte die 18-Jährige und betonte, dass Reiter und Pferd gleichermaßen für den Erfolg entscheidend sind - denn Nervosität oder Fehler seien jeweils für beide zu spüren. Anja Schlegel sitzt meist viermal pro Woche im Sattel. Das Hobby hat sie schon seit 13 Jahren und hofft, dass es auch in Zukunft weiter funktioniert, wenn das angestrebte Medizinstudium die Freizeit etwas einschränken dürfte. Im Standard-Springen mit Kostüm wurde die junge Reiterin Achte und landete damit knapp hinter ihrer Vereinskollegin Julia Schieweck sowie vor den Oberlungwitzerinnen Jessica Lüttich und Elly Neubert. Rebecca Reinhold holte mit dem fünften Rang in der Springpferdeprüfung der Klasse A mit steigenden Anforderungen ein sehr gutes Ergebnis für die Oberlungwitzer, genauso wie Stephan Reichelt mit Rang 4 in der Punktespringprüfung der Klasse L. Die Siege gingen in den meisten Springdisziplinen an die Gaststarter, die aus Sachsen, aber teils auch aus Thüringen kamen.

Einen Sieg in der Dressurprüfung der Klasse Ein-Stern-A holte die Oberlungwitzerin Juliane Günther mit Lilly Fee. Außerdem ritt sie mit Sid und brachte es bei insgesamt vier Starts auf einen Sieg sowie jeweils einen zweiten, fünften und achten Rang. Nach langer Verletzungspause war das eine mehr als respektable Leistung. Die Reiterin wurde genau wie Jacqueline Neubert, Martina Balassa, Heiner Rudolph und Bertram Reinhold ausgezeichnet - für sportliche Leistungen, aber vor allem für die Arbeit im Verein. "Das sind alles Leute, die mit anpacken, wenn man sie braucht", sagt Vereinschef Gunter Bauer, der mit dem Verlauf des Turnierwochenendes vollauf zufrieden war.

Auch die Zuschauerresonanz stimmte. Ein Höhepunkt war das Schauprogramm am Sonntagnachmittag, zu dem unter anderem Kutschenpräsentation und Quadrille-Reiten gehörten. "Die Quadrille war wirklich gut. Da steckt viel Vorbereitung drin", sagt Bauer zur Darbietung der 14 Damen und ihrer Pferde. Diese Einlage zeigte auch, wie die Frauen im Verein an Bedeutung gewinnen. Denn laut Bauer waren bei einem der ersten Turniere des Vereins im Jahr 1970 in der 16-er Quadrille noch 15 Herren und eine Dame dabei.

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