Jubilar lässt MDR-Team abblitzen

Patrick Pohl hat eine magische Marke geknackt: Er stand bereits zum 300. Mal für den Eishockey-Zweitligisten aus Crimmitschau auf dem Eis.

Crimmitschau.

Einen doppelten Grund zur Freude gibt es für Patrick Pohl nach seinem Jubiläumsspiel für den Eishockey-Zweitligisten Eispiraten Crimmitschau: Der Mittelstürmer steuerte am Sonntag in seinem 300. Eispiraten-Pflichtspiel zwei Treffer zum 5:1 (3:0, 1:0, 1:1)-Sieg bei den Steelers Bietigheim-Bissingen bei. "Wir haben in der Defensive nicht so viel zugelassen wie im ersten Duell gegen die Steelers am Freitag", sagte der 30-Jährige.

Patrick Pohl, der gemeinsam mit Vincent Schlenker und Marius Demmler stürmte, stellte - zur Freude von knapp 200 mitgereisten Eispiraten-Fans - im ersten Drittel die Weichen zum Sieg. Er traf in Unterzahl nach einem Querpass von Hagen Kaisler, der auf der rechten Seite ins Angriffsdrittel fuhr, zur Führung. Später konnte der Jubilar nach einem Schuss von André Schietzold zum 2:0 abstauben. Zudem waren Mitch Wahl (2) und Alex Wideman für Crimmitschau erfolgreich. "Wichtig war, dass wir unsere Unterzahlsituationen unbeschadet überstehen konnten. Zu Beginn des letzten Drittels war die Spannung bei uns kurz weg. Sie kehrte nach dem Gegentreffer aber sofort zurück", sagte Trainer Daniel Naud.

In den Spielzeiten 2010/11 und 2011/12 trug Patrick Pohl erstmals das Eispiraten-Trikot. Später stürmte der gebürtige Berliner in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) für Wolfsburg, Hamburg und Schwenningen. Im Januar 2016 folgte die Rückkehr nach Westsachsen, wo der Linksschütze ein Publikumsliebling ist und mit seinem Foto auch das Cover des Eishockey-Buchs "Pucks, Penalty, Powerplay: 100 Jahre Eishockey in Crimmitschau" ziert. In Bietigheim-Bissingen knackte er die Marke von 300 Eispiraten-Einsätzen. "Das ging zuletzt irgendwie ganz schnell und ist eine coole Sache", sagte Pohl nach dem Sieg im Ellental. Dort präsentierte er sich auskunftsfreudiger als nach der Heimpleite am Freitagabend gegen Bietigheim-Bissingen. Im Kunsteisstadion im Sahnpark ließ er die Reporter des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR), die ein Interview führen wollten, abblitzen. "Weil ich angepisst war, dass wir verloren haben", begründete Pohl sein Schweigen mit etwas Abstand. Er schob nach: "Ich hätte nur etwas Dummes gesagt und dachte mir, dass es besser wäre, auf das Interview zu verzichten."

Pohl und seine Teamkollegen müssen in der Hauptrunde noch vier Partien absolvieren. Sie liegen aktuell sechs Zähler hinter dem zehnten Rang, der den Start in den Pre-Play-offs ermöglicht. Die Play-downs werden sich nur durch ein Wunder verhindern lassen. Auf was kommt es dann an? Pohl: "Die Mannschaft, die hinten besser steht und ackert, wird sich durchsetzen."

Eispiraten holen Kolupaylo

Für die entscheidende Phaseder Saison hat der Eishockey-Zweitligist aus Crimmitschau noch einmal seine Offensive verstärkt: Fedor Kolupaylo vom DEL-Team Fischtown Pinguins Bremerhaven wechselt zu den Westsachsen. Der Transfer wurde am Wochenende perfekt gemacht. Der 23-jährige Deutsch-Russe bat zuvor in Bremerhaven um eine Vertragsauflösung. Kolupaylo stand für die Norddeutschen bisher 38-mal auf dem Ei und kam auf sechs Tore und drei Vorlagen. Zuvor spielte er in der Oberliga und der DEL 2 für Bayreuth. "Wir haben damit einen schnellen Mann für die rechte Seite und werden für ihn eine passende Position in unserem Line-up finden", sagt Daniel Naud. (hof)


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