Kämpferherz bringt die Wende

Dramatischer Eis-Krimi im Sahnpark: Nach eigener Führung sind die Eispiraten zweimal in Rückstand geraten, haben am Ende aber triumphiert.

Crimmitschau.

Die Eispiraten Crimmitschau haben ihrem Trainer Kim Collins ein nachträgliches Geschenk zum 57. Geburtstag gemacht. Sie erkämpften am Freitagabend einen wichtigen 5:4 (1:0, 1:3, 3:1)-Sieg gegen die Wölfe Freiburg und festigten damit den wichtigen zehnten Platz in der Deutschen Eishockey-Liga 2. Dabei konnte eine schon verloren geglaubte Partie in der Schlussphase zur Begeisterung der Fans noch gedreht werden.

Nach einem zerfahrenen Beginn brachte Patrick Klöpper die Westsachsen in der 14. Minute in Führung. Der 24-Jährige behielt nach Vorarbeit von Rob Flick und Christoph Körner die Übersicht. Nachdem Gäste-Keeper Jimmy Hertel den ersten Versuch noch hatte abwehren können, traf Klöpper im Nachschuss aus zentraler Position. In der Folgezeit erspielten sich die Crimmitschauer einige gute Möglichkeiten: Dominic Walsh scheiterte im Powerplay (17.), Christian Hilbrich wurde nach Zuspiel von Vincent Schlenker abgedrängt (18.) und Julian Talbot verfehlte in Unterzahl das Ziel (19.). Den Schwung konnte Crimmitschau aber nicht mit in das zweite Drittel nehmen. Freiburg kämpfte sich mit einem Doppelschlag zurück in die Partie - innerhalb von 62 Sekunden zappelte die Scheibe zweimal im Eispiraten-Kasten. Marc Wittforth sorgte für den 1:1-Ausgleich (28.). Mit einem platzierten Schuss in die lange Ecke erzielte Tobias Kunz die 2:1-Führung für Freiburg (29.). Die Hausherren antworteten sofort mit dem 2:2-Ausgleich: Nach einem Bullygewinn von Christoph Kabitzky und einem Schuss von Patrick McNally gab Christian Hilbrich der kleinen Hartgummischeibe vor dem Kasten die entscheidende Richtungsänderung (30.). Freiburg blieb aber weiter gefährlich und ging durch Sergej Stas mit 3:2 in Führung (37.). Kurz vor der Pause landete ein Versuch von Enrico Saccomani am Pfosten (39.).

Im letzten Drittel präsentierten sich die Eispiraten mit einem großen Kämpferherz. Im Powerplay traf Patrick Klöpper zum 3:3-Ausgleich (53.). Er war nach Vorarbeit von Rob Flick und Patrick McNally aus Nahdistanz erfolgreich. Das Tor gab den Hausherren noch einmal Auftrieb. Ole Olleff hämmerte die Scheibe freistehend aus der Halbposition zum 4:3 in den Winkel (54.). Der Verteidiger war von Patrick Pohl und Vincent Schlenker bedient worden. Als die Gäste ihren Keeper zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers vom Eis genommen hatten, erzielte Patrick McNally nach Zuspiel von Julian Talbot das 5:3 (59.).

Trotzdem mussten Spieler und Fans in der Schlussphase noch einmal zittern, da Wölfe-Spieler Marc Wittforth noch einmal verkürzen konnte (59.). Danach verteidigte Crimmitschau - auch dank der starken Paraden von Torhüter Sebastian Albrecht - den knappen Vorsprung. Nach der Schlusssirene lieferten sich Carl Hudson und Sergej Stas noch einen Boxkampf auf dem Eis.

Die wichtige Partie verfolgten - wahrscheinlich wegen der winterlichen Straßenverhältnisse - lediglich 1550 Zuschauer im Kunsteisstadion im Sahnpark. Am Sonntag müssen die Eispiraten auswärts beim ESV Kaufbeuren antreten. Die Partie beginnt 17 Uhr. Durch das Schneechaos in Bayern wird der Mannschaftsbus schon 7.30 Uhr - und damit eine Stunde früher als zuvor geplant - abfahren.

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