Keine Zeit zum Ausruhen

Bei ihrem letzten Auftritt vor der Winterpause wollen die Fußballer des OSV ins Tabellenmittelfeld der Landesklasse klettern. In einer anderen Kategorie stehen sie sogar auf Platz 1.

Oberlungwitz.

In der Fußball-Landesklasse herrscht eigentlich schon Winterpause - mit Ausnahme von zwei Teams, die sich auch am dritten Advent noch nicht ausruhen können. Denn am Sonntag empfängt der Aufsteiger und Tabellenelfte Oberlungwitzer SV (18Punkte) ab 14 Uhr den Vorletzten TSV IFA Chemnitz (8) zum Nachholspiel.

Die Oberlungwitzer gehen dabei nicht nur wegen der Tabellensituation, sondern auch wegen des starken Auftritts beim 2:0 gegen Oelsnitz vom vergangenen Wochenende als Favorit ins Spiel. Trainer Frank Wüstner warnt aber. "Solche Spiele sind die schwersten. Wie brauchen dieselbe Einstellung und Konzentration wie in den Spielen gegen Oelsnitz, Glauchau, Schneeberg oder Stollberg", betont der Übungsleiter. Personell gibt es bei den Gastgebern keine allzu großen Probleme. Falls nötig hat Frank Wüstner noch erfahrene Routiniers in der Hinterhand. Am vergangenen Sonntag gab Marcel Sonntag sein Comeback, der genauso landesligaerfahren ist wie Torhüter Thomas Kreiner. Der stand aufgrund der erneuten Verletzung von David Schön im Kasten und wird auch am Sonntag gegen Oelsnitz spielen.

Für eine lautstarke und gut gelaunte Kulisse am eigenen Kunstrasen an der Erlbacher Straße spendiert die OSV-Mannschaft ihren Fans 25 Liter Glühwein. Beim Blick auf die Statistik fällt auf, dass der OSV bisher schon neunmal auf heimischen Platz und nur fünfmal in der Fremde gespielt hat. Da in den Auswärtspartien nur magere zwei Punkte gelangen, wird umso deutlicher, wie wichtig ein Heimerfolg wäre. Mit dann 21 Punkten würde der OSV auf Rang 9 springen und könnte einigermaßen entspannt in die Winterpause gehen.

Spitzenreiter sind die Oberlungwitzer in der Fair-Play-Wertung der Landesklasse. In 14 Spielen kassierten sie nur 15 gelbe Karten, was 15Punkten entspricht. Der Vorsprung auf den Zweiten Germania Chemnitz (24) ist groß. Trainer Frank Wüstner ist bei dem Thema hin- und hergerissen. Zum einen freut ihn die faire Spielweise seines Teams, aber in einigen Szenen fehlte ihm manchmal die Robustheit. "Hier beim OSV wird schon seit Jahren auf eine faire Spielweise wert gelegt. Das ist in allen Altersklassen so", sagt Vereinschef Jörg Voß, der früher selbst im Sportgericht des Fußball-Kreisverbandes aktiv war.

Von den anderen westsächsischen Teams in der Landesklasse West belegt der VfB Empor Glauchau mit 26 Punkten Platz 4 der Fair-Play-Tabelle. Meerane hat als Achter 30 Punkte in der Wertung, beim ESV Lok Zwickau sind es 32Zähler und Rang 10. Schlusslicht in Sachen Fairness ist derzeit Fortschritt Lichtenstein. Das Team von Trainer Mirko Ullmann sah 35 gelbe und zwei gelb-rote Karten sowie einmal den roten Karton, was in der Summe 46 Punkte bedeutet.

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