Licht und Schatten auf dem See

Bei den ostdeutschen Meisterschaften hatten die Kanuten des KSV Glauchau noch Luft nach oben. Doch sie freuen sich schon auf das nächste Turnier.

Glauchau.

Trubel am Glauchauer Stausee: Mehr als 100 aktive Kanuten haben am vergangenen Wochenende das Gewässer im Süden der Stadt zu einem Anziehungspunkt für Kanusportler und daran Interessierte gemacht. Auf zwei Spielfeldern wurden am Samstag und am Sonntag insgesamt 85 Spiele ausgetragen. Und das jeweils schon ab 7.30 Uhr am Morgen. Gekämpft wurde in fünf Altersklassen um den Titel Ostdeutscher Meister.

Den holte sich bei den Herren das Team des KCNW Berlin. Die Mannschaft des Ausrichters, der KSV Glauchau, musste sich dabei mit Platz 5 begnügen. "Da wäre auf jeden Fall mehr drin gewesen. Es gab zwar insgesamt gesehen in den Spielen unserer Herren Licht und Schatten, aber das Duell um Platz 3 wäre auf jeden Fall realistisch gewesen", sagte Jochen Stets, der stellvertretende KSV-Chef. Das Spiel um den Einzug ins Halbfinale - bei einem Sieg wäre danach die Partie um Rang 3 möglich gewesen - verloren die Glauchauer jedoch denkbar knapp mit 1:2 gegen RKV Berlin. Damit blieb noch der Kampf um Platz 5 in dieser Meisterschaft. Den entschied der KSV mit einem 5:3-Sieg gegen den PSC Coburg für sich. Darüber hinaus sorgte die Heimmannschaft im Duell gegen die Berliner Havelbrüder der U 21 am Sonntagmorgen - Anpfiff war bereits 7.30 Uhr - für Spannung, denn die Partie wurde mittels Golden Goal und dem daraus folgenden 5:4-Sieg für Glauchau entschieden.

Zufrieden zeigte sich Jochen Stets dagegen mit der Leistung der Glauchauer U-16-Mannschaft. "Konditionell konnten wir da zwar nicht immer mithalten, aber das technisch-taktische Grundverständnis ist bei meinem Team vorhanden", sagte Nachwuchstrainer Stets, der sich über den erreichten 3. Platz freute.

Dass sie noch eine ganze Menge trainieren müssen, wurde während der Meisterschaft den jüngsten Glauchauer Startern - sie sind zwischen 10 und 13 Jahren alt - deutlich. "Die Konkurrenz war uns überlegen. Wir können zwar schnell paddeln, aber wenn der Ball bei einem Torwurf schon zwei, drei Meter vor dem Tor wieder ins Wasser fällt, reicht das eben nicht für eine vordere Platzierung", erklärte Jochen Stets, dessen Team Vorletzter wurde. Die taktische Ausrichtung allerdings hätte bei den KSV-Schülern gestimmt. Jetzt müsse man im Training weiterhin am Zusammenspiel, an Wurfkraft und Spielübersicht arbeiten und zudem bei Turnieren Spielerfahrungen sammeln. Die KSV-Damen, die mit Unterstützung aus Hamm, Potsdam und Rostock in den Booten saßen, konnten zumindest das Sachsen-Derby gegen Leipzig gewinnen, wurden aber am Ende wie die Schüler nur Vorletzte. In der Altersklasse der U 21 gab es nur eine Dreier-Konkurrenz, in der Glauchau im Kampf um den Meistertitel das Schlusslicht bildete.

Die Siegerpokale in der Ostdeutschen Meisterschaft (ODM) 2019 holten sich der KC Nordwest Berlin bei den Herren, PSC Coburg (Damen), KC Nordwest Berlin (U 21), KSV Havelbrüder (U 16) und WS Dresden in der Altersklasse U 14.

Das Auf und Ab während der Spiele in der ODM und der große organisatorische Aufwand zum Stemmen der Meisterschaft rückt inzwischen bei den Sportlern und Mitgliedern des KSV Glauchau fast in den Hintergrund, denn die Konzentration richtet sich schon wieder auf den nächsten Kanupolo-Wettbewerb. Der steht am kommenden Wochenende auf dem Programm. Da tritt der KSV mit mehreren Teams bei einem internationalen Turnier in Prag an.

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