Lichtensteins Volleyballerinnen hoffen auf Regionalliga

Sportlich sind die Damen von Fortschritt Lichtenstein abgestiegen. Doch nach dem Rückzug des Chemnitzer PSV tut sich für das Team eine unverhoffte Chance auf.

Lichtenstein.

Sascha Grieshammer, der in der Abteilung Volleyball von Fortschritt Lichtenstein die Fäden in der Hand hat, muss derzeit viele Gespräche führen. Denn für die Damenmannschaft, die eigentlich aus der Regionalliga abgestiegen ist, wird an einer erfolgreichen Zukunft gebastelt. Der Vertrag mit Trainer Jan Pretscheck, der zuvor mit den Männern vom VSV Oelsnitz und auch schon mit den Damen des Chemnitzer PSV in der 3. Liga aktiv war, ist mittlerweile unterzeichnet. Mit Anna-Maria Nitsche, in der vergangenen Saison Spielführerin beim Chemnitzer PSV, wurde am Donnerstag zudem eine Verstärkung für das Team vorgestellt. "Weitere Neuzugänge werden folgen, es ist fast alles in trockenen Tüchern", sagt Grieshammer.

In Chemnitz gab es beim CPSV in den letzten Monaten einige Probleme. Nach dem Verzicht auf die 3. Liga wird der Verein nun auch nicht in der Regionalliga antreten. Einige Spielerinnen kommen voraussichtlich nach Lichtenstein, wo unter Umständen nun doch wieder Regionalliga gespielt werden kann. Denn hinter den Kulissen wird daran gearbeitet, dass Fortschritt den Startplatz von Chemnitz in der vierthöchsten deutschen Spielklasse übernehmen kann. "Durch den späten Rückzug ist das aber jetzt eine organisatorische Herausforderung für uns", sagt Sascha Grieshammer. Neben einem qualifizierten Schiedsrichter müssen beispielsweise auch noch zusätzliche Hallenzeiten im Lichtensteiner Sportzentrum organisiert werden.

In die Regionalliga würde Fortschritt ein neuformiertes Team mit erfahrenen Spielerinnen und Talenten aus dem eigenen Nachwuchs schicken. "Da wird in Lichtenstein eine wirkliche gute Arbeit gemacht. Hier kann man etwas aufbauen", schätzt Jan Pretscheck die Bedingungen ein.

Die jungen Spielerinnen überzeugten in der Vorsaison mit Trainerin Michaela Thees in der Sachsenliga als Aufsteiger und Tabellenfünfter. Sie könnten sich nun in der Regionalliga beweisen, während die letztjährige erste Fortschritt-Vertretung, die in der Regionalliga Letzter wurde und eigentlich abgestiegen ist, künftig als zweite Mannschaft mit Sascha Grieshammer als Trainer in der Sachsenliga spielen könnte. Könnte - denn Voraussetzung dafür ist, dass die Lichtensteiner es noch schaffen, für die neue Saison in die Regionalliga nachzurücken.

Wenn alles klappt, kann diese Spielklasse auch nur eine Durchgangsstation sein. Denn mit dem Aufwand und den neuen Spielerinnen ist eher die 3. Liga das Ziel der ambitionierten Volleyball-Abteilung von Fortschritt. Mit dem Training für die neue Saison soll laut Jan Pretscheck Mitte August begonnen werden. Vielleicht dann mit noch weiteren Neuzugängen.

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