Liesbeth Michael gelingt Hattrick

Von drei Frauenteams des Landkreises Zwickau im Fußball-Sachsenpokal ist nach dem Achtelfinale nur noch der DFC Westsachsen übriggeblieben.

Sie hat in Wildenfels dreimal getroffen: DFC-Torjägerin Liesbeth Michael (Mitte) gelang in der ersten Halbzeit des Pokalderbys an der Lindenallee ein lupenreiner Hattrick (26., 31., 45. Minute).

Der Favorit hat sich durchgesetzt. Im Achtelfinale des Landespokals war der Landesligist DFC Westsachsen Zwickau auf dem Sportplatz an der Lindenallee beim Tabellenführer der Landesklasse Süd/West, VfL Wildenfels, deutlich mit 6:0 (3:0) erfolgreich.

In der von vielen Emotionen geprägten Begegnung fanden die Gäste sehr schwer ins Spiel, sie spielten unkonzentriert und im Umschaltspiel viel zu langsam. Das Brisante: Einige junge Spielerinnen haben vergangene Saison noch gemeinsam beim DFC gespielt und standen sich nun erstmals als Kontrahenten gegenüber. Nach einigen Chancen in der Anfangsphase, die leichtfertig vergeben oder der Torhüterin in die Arme gespielt wurden, dauerte es bis zur 26. Minute, ehe Liesbeth Michael den Favoriten in Führung brachte. Selbst der verlieh den Zwickauerinnen nicht mehr Schwung. Die Muldestädterinnen ließen sich auf das langsame Spiel der Rosenstädterinnen ein. In der 31. Minute traf Liesbeth Michael zum zweiten Mal für den DFC. Mit der Einwechslung der dritten Stürmerin, Sandra Zeug kam für Nadine Hegewald ins Spiel, wurde es über die Mitte gefährlicher, die Defizite bei der Chancenverwertung blieben aber die gleichen. Mit dem Pausenpfiff war es erneut Liesbeth Michael, die den Hattrick perfekt machte und Zwickau mit dem 3:0 in die Halbzeit brachte.

Nach dem Seitenwechsel hatten die Gäste aufgrund nachlassender Kräfte beim VfL mehr vom Spiel, taten sich aber weiter schwer, mit dem entscheidenden Pass vors gegnerische Tor zu gelangen. Es dauerte bis zur 77. Minute, ehe die eingewechselte Emmy Kaiser per Kopf auf 4:0 erhöhte. Die Wildenfelserinnen kamen in den letzten Minuten nicht mehr groß aus der eigenen Hälfte und waren nur noch auf Schadensbegrenzung bedacht. In der 89. Minute netzte Emmy Kaiser nach Vorarbeit von Sandra Zeug zum 5:0 ein. Lena Szklarz setzte in der letzten Minute den Schlusspunkt mit dem 6:0-Endstand für den DFC.

Trotz des Einzugs ins Viertelfinale blieb der Landesligist hinter seinen Möglichkeiten zurück. Zwickau muss sich im nächsten Spiel gegen MoGoNo (ehemals Wacker) Leipzig deutlich steigern und sich auf seine Stärken im spielerischen Bereich besinnen, um auch in der Liga erfolgreich zu sein. DFC-Trainer Matthias Zorn war angesichts der gebotenen Leistung seines Teams nicht zufrieden: ,,Wir haben über weite Teile des Spiels nicht das gemacht, was wir können. Die Chancenverwertung war nicht gut. Wir haben heute keinen Schwung in unser Spiel bekommen. Es war es für den Aufwand zu wenig. Unsere Schnelligkeit nutzten wir heute überhaupt nicht.'' (zjue)

Statistik Wildenfels: Hochmuth; Kriegsmann, K. Michael, Doß (83. Springer), Schumann, Füßl, Koischwitz (46. Wehlte), Jenkner, Kühne, Lattke, Beinhölzl (62. Unger)

DFC Westsachsen: Stöhr; Reimann (72. Jäger), Müller, Rymek, Hegewald (26. Zeug), Zorn, Heuer, Feuerer, Ott (59. Szklarz), Klein (74. Kaiser), L. Michael

Torfolge: 0:1, 0:2, 0:3 L. Michael (26., 31., 45.), 0:4, 0:5 Kaiser (77., 89.), 0:6 Sklarz (90.). Schiedsrichter: J. Schubert (FC Crimmitschau). Zuschauer: 110

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