Lockdown unterbricht Serie der HC-Frauen

Handball-Verbandsliga: Trainer wünscht sich mehr öffentliche Anerkennung

Glauchau/Meerane.

Die Handballerinnen des HC Glauchau/ Meerane sind mit sieben Siegen aus sieben Spielen (Verbandsliga West und Sachsenpokal) in die Saison gestartet. Philip Meyer sprach mit dem 39-jährigen Trainer Björn Fröhlich über den bisherigen Erfolg, den Lockdown und die fehlende Anerkennung für seine Mannschaft.

Freie Presse: Herr Fröhlich, wie zufrieden sind Sie mit dem Saisonstart und was ist Ihr Geheimrezept?

Björn Fröhlich: Natürlich bin ich absolut zufrieden, alles andere wäre realitätsfremd. Ein Geheimrezept gibt es bei uns nicht. Der größte Pluspunkt ist unsere Mischung aus erfahrenen und jungen Spielerinnen. Wir haben gelernt, eine gewisse Ruhe zu behalten. Erst recht, wenn es im Spiel mal nicht so läuft wie gewünscht.

Gibt es trotzdem Dinge, die noch nicht rund laufen oder die Ihnen missfallen?

Ach klar, es gibt immer Dinge, die nicht richtig rund laufen. Missfallen, so weit würde ich nicht gehen. Gemeinsam können wir auch individuell noch besser werden. Gerade im Angriff können wir häufiger noch die bessere Entscheidung zwischen Wurf oder Abspiel auf die besser positionierte Nebenfrau treffen. Auch unsere klasse Abwehr können wir noch verbessern.

Wie gehen Sie und Ihr Team mit der aktuellen Zwangspause durch Corona um?

Wir gehen nicht großartig anders mit der Situation um, als schon im März/April. Auch hier steht wieder die Ungewissheit im Raum. Im Moment ist nicht abzusehen, ob es überhaupt weiter geht und wenn ja, wie. Diesmal finde ich es schwieriger, da wir in den Wintermonaten sind und die Lichtverhältnisse ein individuelles Training im Freien beschränken. Ein Mannschaftssport braucht und lebt vom Mannschaftstraining. Dies ist im Moment nicht möglich und das müssen wir akzeptieren.

Sie haben oft betont, dass Sie sich, wenn zugelassen, mehr Zuschauer für den Frauenhandball wünschen. Warum glauben Sie, dass ihr Team nicht die Aufmerksamkeit bekommt, die es verdient hätte?

Das ist für unsere Region mit Sicherheit auch nicht so einfach. Der ð hat die erste Männermannschaft, die in der Oberliga spielt, und zwei Mannschaften, das zweite Männer-Team und uns, in der Verbandsliga. Dazu kommt noch die Frauen-Mannschaft in der Bezirksliga. Dann haben wir über die anderen Sportarten noch nicht einmal gesprochen. Der zweite Punkt ist vermutlich die Werbung, um damit Aufmerksamkeit zu erlangen. Die ist im Moment nicht wirklich vorhanden.

Wie könnte das Problem angegangen werden?

Wenn das von Vereinsseite aus gewünscht ist, dann muss der Frauenhandball in der Öffentlichkeit präsenter sein. Erfolgreiche Spiele und Spielzeiten können da nicht schaden. Die, denke ich, können wir mittlerweile vorweisen. Dafür wird auch wichtig sein, immer weiter junge Talente aus dem Verein an die 1. Mannschaft heranzuführen. Auf diesem Weg kann man eine Identifikation erreichen. pme

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