Lok begrüßt die Fußball-Prominenz

43 Teams haben in Niederlungwitz an der 10. Ausgabe des Pfingstcups teilgenommen. Auch ein Ex-Nationalspieler war am zweiten Tag zugegen.

Glauchau.

Mit großen Namen hatten sie im Vorfeld schon gerechnet beim SV Lok Glauchau/Niederlungwitz. Zu ihrem dreitägigem Fußball-Nachwuchsturnier über Pfingsten kündigten sich unter anderem Erzgebirge Aue, der Chemnitzer FC, Dynamo Dresden und RB Leipzig an. Doch das sogar ein Ex-Nationalspieler erscheinen würde, das überraschte sogar die Organisatoren. "Da staunten wir nicht schlecht, als plötzlich Bernd Schneider auftauchte - hier im kleinen Niederlungwitz", sagte Lok-Vorstandsmitglied Eric Hofmann.

Der 81-fache Nationalspieler war am Sonntag als Betreuer der E-Jugend für den Verein seiner Geburtsstadt SV Jena Lobeda angereist. Einige Väter holten sich Fotos und Autogramme, für die der Fußballer mit dem Spitznamen "weißer Brasilianer" gerne bereit stand. Während er in Niederlungwitz nur an der Seitenlinie stand, lief Schneider erst Ende Mai beim Deutschen Ü-40-Pokal in Freiberg auf. Mit dem Traditionsteam seines ehemaligen Vereins Bayer Leverkusen unterlag der 45-Jährige erst im Finale gegen den VfB Hermsdorf 0:2. Doch nicht nur die Großen freuten sich über die Anwesenheit von Bernd Schneider. "Ja, ich kenne ihn. Es ist cool, dass so jemand zu uns nach Niederlungwitz kommt", sagte die D-Juniorin und Kapitänin des SV Lok Glauchau, Annike Breitenbach.

Sportlich gesehen waren die Gegner für die E-Jugend des SV Lok dann eine Hausnummer zu groß. Die Hausherren belegten den letzten Rang. Als strahlender Sieger gingen die Akteure der SpVgg Bayern Hof vom Platz. Sie setzten sich im Finale mit einem knappen 1:0-Sieg gegen den FSV Zwickau durch.

Bereits am Samstag startete die zehnte Auflage des Pfingstcups mit dem Wettbewerb der F-Jugend. Auch beim jüngsten Teilnehmerfeld holte sich die SpVgg Bayern Hof mit zehn Siegen und einem Unentschieden den Turniersieg. Der SV Lok Glauchau/Niederlungwitz landete mit einem Sieg, einem Unentschieden und neun Niederlagen auf dem vorletzten, elften Platz. Am Montag rundeten dann die D-Junioren das Turnier ab. Die Lokalmatadoren belegten dabei Platz 13 von 16 Teams. Den Pokal holte sich Stern Britz Berlin.

Auch ohne eigenen Podestplatz fiel das Fazit von Organisator Eric Hofmann positiv aus: "Die Qualität der teilnehmenden Mannschaften ist einfach brutal. Was die Jungs und Mädels in dem Alter bereits drauf haben, ist beeindruckend. Trotz unsere Platzierungen bin ich nicht enttäuscht." Auch organisatorisch lief alles nach Plan. Darüber hinaus sammelte der SV Lok Glauchau/Niederlungwitz insgesamt 342 Euro für die Deutsche Knochenmarkspenderdatei ein. Dabei zahlte der Verein 50 Cent für jedes Tor im Turnier, zusätzlich kamen spenden durch Zuschauer und Teilnehmer. "Allein der FC Lößnitz hat noch 50 Euro dazugegeben", sagte Hofmann erfreut.

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