Lok kassiert in Glauchau die erste Saisonniederlage

Dämpfer für die Zwickauer Landesklasse-Fußballer: Nach drei Siegen in Folge hielt das Team beim Sachsenliga-Absteiger nur eine Halbzeit lang mit.

Glauchau.

Der VfB Empor Glauchau hat am 4. Spieltag der Fußball-Landesklasse mit dem 5:2-Sieg gegen den bisherigen Spitzenreiter ESV Lok Zwickau ein Ausrufezeichen gesetzt. Die Mannschaft bereitete ihrem Trainer Lutz Wienhold zugleich ein schönes Geschenk zum 54. Geburtstag. "Es war ein verdienter Sieg. Wir sind schwer ins Spiel gekommen. Wie wir nach dem 0:1 und 2:2 reagiert haben, war sehr gut. Wir haben viel investiert und gegen den Spitzenreiter zu gewinnen, das war unser Ziel", sagte Wienhold.

Der VfB Empor Glauchau und der ESV Lok Zwickau standen sich gestern erstmals wieder in einem Punktspiel gegenüber. Zuletzt war das in der Saison 2013/14 in der damaligen Bezirksliga West der Fall, die es seit 2014 in dieser Form nicht mehr gibt. Die Muldestädter gehörten in den vergangenen fünf Jahren der Sachsenliga an, während die Marienthaler in der Landesklasse West spielten. In dieser Neuauflage waren mit Jens Haprich, Hans Pfau und Christian Jäger (VfB) sowie Marcus Balg, Jens Mitzscherling, Steven Kretschmar und Ralf Köppel (ESV) insgesamt noch sieben Spieler dabei, welche schon 2013/14 zu ihren Vereinen gehörten.

Der 40-jährige Mittelfeldspieler Jens Haprich war mit zwei Kopfballtoren maßgeblich am Glauchauer Sieg beteiligt. Der 1,75 m große Blondschopf sagte: "Ich kann mich nicht erinnern, wann ich zuletzt zwei Tore erzielt habe. Im letzten Jahr in der Sachsenliga war das jedenfalls nicht der Fall. Wir haben Ruhe und Moral bewiesen. Und die Tore sind jeweils zum günstigen Zeitpunkt gefallen. Somit war es am Ende ein hochverdienter Erfolg." Nach der frühen Zwickauer Führung durch Jentzsch (8.) erzielten die Glauchauer durch Jäger (41.) und Haprich (45.) zwei Tore kurz vor der Pause. Nach dem 2:2-Ausgleich von Jentzsch (67.) war es ein Doppelschlag von Haprich (77.) und Hennig (84.), der die Vorentscheidung für Glauchau brachte. Vor 100 Zuschauern sorgte Thiele in der Nachspielzeit für den Endstand. Nach dem dritten Punktspielsieg in Folge ist Glauchau jetzt Zweiter vor den punktgleichen Zwickauern.

"Wenn man auswärts fünf Gegentore bekommt, hat man verdient verloren", sagte Lok-Trainer Sven Döhler. Und weiter: "In der ersten Halbzeit waren wir gleichwertig, haben aber zwei Treffer bekommen, die wir quasi selbst vorbereiteten. Dann konnten wir zwar ausgleichen, aber nach dem 2:3 hat uns Glauchau ausgekontert und unsere Fehler eiskalt genutzt."

Aufgebote Glauchau: Seyfarth; Reumann (75. Franz), Le Beau, Pfau, Schade (87. Müller), Marquardt, Vogel (31. Aurich), Haprich, Hennig, Jäger, Thiele. Zwickau: Kirchberger; A. Nur Hussein, F. Mattaeus, Lang, D. Nur Hussein, Oelschlegel, Jentzsch, Kretschmar (74. Neuper), Sommer (72. Köppel), Balg, Mitzscherling (80. Seidel).

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