Manager des SV Sachsenring: "Mit Platz 8 wären alle glücklich"

Tischtennis: Christian Hornbogen über die Hohenstein-Ernstthaler Ziele in der 3. Liga und für den Nachwuchs

Hohenstein-Ernstthal.

Für die Tischtennisspieler des SV Sachsenring Hohenstein-Ernstthal war das Jahr 2019 das erfolgreichste in der Vereinsgeschichte. Der Vizemeistertitel in der 3. Bundesliga und Topleistungen im Pokal sowie für den Nachwuchs waren zu verzeichnen. Markus Pfeifer hat sich mit Christian Hornbogen (36), Teammanager und Macher beim SV Sachsenring, unterhalten.

Freie Presse: Wie fällt Ihr Jahresfazit nach dem sensationellen Abschneiden in der ersten Drittligasaison und der ersten Hälfte der zweiten Serie in der 3. Bundesliga aus?

Christian Hornbogen: Ein wirklich starkes Wettkampfjahr liegt hinter uns. Die herausragende Vizemeisterschaft im ersten Drittligajahr und das Pokalspiel gegen den Erstligisten Mühlhausen vor voller Hütte sind sicher herausragende und bleibende Meilensteine in der Geschichte des Hohenstein-Ernstthaler Tischtennissports. Mit ausgeglichenem Punktekonto stehen wir im vermeintlich schwereren zweiten Drittligajahr wieder sehr gut da. Gerade mit der Weiterentwicklung unserer jungen sächsischen Talente sind wir mannschaftsübergreifend sehr zufrieden.

Beim Blick auf den TV Leiselheim, der in der 3. Bundesliga knapp die Nase vorn hatte, aber nun Schlusslicht der 2. Liga ist, stellt sich die Frage: Kann man im Nachhinein froh sein, dass es mit dem Durchmarsch nicht geklappt hat?

Das muss man etwas differenziert sehen. Einerseits hätten wir im Aufstiegsfall mit dem Verbleib unseres Spitzenspielers Youssef Abdel-Aziz sowie Kay Stumper, derzeit die deutsche Nummer 1 der Jugend, der uns bereits seine Zusage für die 2. Liga gegeben hatte, meiner Meinung nach zumindest für eine Saison eine gute Zweitligamannschaft gehabt. Für die Stabilisierung und Entwicklung unserer eigenen Talente wäre der Aufstieg aber sicher zu früh gekommen.

Wie ist die Zielstellung für die Rückrunde in der 3. Bundesliga ?

Wir wollen weitere Punkte für den sicheren Ligaverbleib sammeln. Gerade die Mannschaften hinter uns in der Tabelle werden noch mal alles in die Waagschale werfen. Mit Platz 8 oder besser wären bei uns alle glücklich in dieser harten Saison.

Welche Bedeutung hat in diesem Zusammenhang das erste Spiel des Jahres am 11. Januar beim Schlusslicht in Effeltrich?

Das Spiel ist ganz sicher richtungsweisend. Hier müssen wir gleich zu Beginn voll da sein.

Wie bewerten Sie die Entwicklung der zweiten Mannschaft in der Oberliga und des Nachwuchses allgemein?

Alle Topspieler unseres Nachwuchses haben sich signifikant verbessert. Das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind, auch wenn wir im Vergleich zu den meisten westdeutschen Tischtennis-Hochburgen keine vergleichbaren Trainingszentren mit vielen guten Spielern in der Region haben.

Es wurde bereits angekündigt, dass sich die Infrastruktur in der Halle auf dem Pfaffenberg verbessern soll. Gibt es konkrete Pläne? Wann wird gebaut?

Die zweite Jahreshälfte des alten Jahres wurde bereits gut genutzt, um sich über Möglichkeiten der Erneuerung und Modernisierung, gerade was Stauraummöglichkeiten oder Brandschutz anbelangt, mit der Stadt Hohenstein-Ernstthal als Eigentümer der Halle auszutauschen. Ein unabhängiges Architekturbüro haben wir in die gemeinsamen Überlegungen einbezogen. Konkretes gibt es da noch nicht zu vermelden. Am Ende muss neben der Verbesserung der Infrastruktur für Bundesligasport auch eine spürbare und nachhaltige Verbesserung für alle Nutzer unserer Sporthalle das Ziel sein. Ich hoffe, wir sind im neuen Jahr soweit, dass wir eine mit der Stadt entwickelte Idee über mögliche und notwendige Umbaumaßnahmen in einem Fördermittelantrag zusammenfassen können. Aber das muss der Reihe nach gehen und mit allen Entscheidungsträgern besprochen sein.

0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...