Meerane lässt sich einfangen

Die Fußballer des MSV haben am Sonntag in der Landesklasse ein Wechselbad der Gefühle erlebt. Beim Gegner drehte ein Spieler besonders auf.

Meerane.

Am Ende des Spiels hingen die Köpfe auf Meeraner Seite tief. Zu groß war die Enttäuschung, nachdem sich die Mannschaft nach einer 3:1-Führung vom SV Merkur Oelsnitz noch einfangen ließ und letztlich mit einer 3:4-Niederlage das heimische Richard-Hofmann-Stadion verlassen musste. Wie das passieren konnte? "Da habe ich auch keine Erklärung", sagte MSV-Spieler Steve Nierobisch nach Abpfiff stellvertretend für das gesamte Team.

Dabei waren es zunächst die Gastgeber, die das Spiel vor 110 Zuschauern drehten. Den Führungstreffer der Gäste durch Ricardo Persigehl (11. Minute) glich Julian Rudolph noch vor der Pause aus (41.). Nach dem Seitenwechsel brachten ein Eigentor (47.) und ein Treffer von Steve Nierobisch die Gastgeber vermeintlich auf die Siegerstraße.

Doch auf einmal verlor der MSV den Faden. Einen Schuss von André Zenner entschärfte der Meeraner Torwart und Kapitän Marcus Buchmann noch zur Ecke, doch der folgende Kopfball vom allein gelassenen Marcel Schuch schlug hinter ihm ein (61.). Eben jener Schuch war es auch, der in der 66.Minute nach einem Getümmel aus dem Hinterhalt abzog und zum 3:3 traf. Auch beim 4:3 der Gäste hatte Schuch seine Füße im Spiel. Nach einem überflüssigen Foul von Buchmann an ihm gab es Elfmeter für Oelsnitz, den Robert Hofmann verwandelte.

"Wir waren einfach zu passiv. Nach der 3:1 Führung hatten wir im Kopf auf einmal etwas zu verlieren", sagte MSV-Trainer Julius Michel. Mit 14 Zählern auf Rang 12 hat Meerane noch sechs Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz.

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