Meerane schöpft wieder Hoffnung

Die Hockeyspieler des SV Motor können doch noch gewinnen. Das 10:6 (5:2) des Zweitligisten gegen Spandau war der erste Saisonsieg. Dafür kam ein Spieler extra aus Berlin.

Meerane.

Kurz vor Weihnachten haben sich die Hockey-Asse des SV Motor Meerane selbst ein Geschenk gemacht. Zum Rückrundenauftakt in der 2. Bundesliga gelang den Spielern von Motor-Trainer Steffen Jahn am Samstagnachmittag der lang ersehnte erste Saisonsieg. Gegen den Spandauer HTC setzten sich die Meeraner am Ende souverän mit 10:6 (5:2) durch. Mit den ersten drei Punkten schöpft die Mannschaft wieder Hoffnung im Kampf um den Klassenerhalt.

"Ich bin unglaublich stolz auf meine Mannschaft, wie sie das heute gemacht hat", sagt Steffen Jahn. Von der in den letzten Wochen so oftmals angemahnten leichtfertigen Chancenverwertung war im Spiel gegen die Berliner nichts mehr zu spüren. "Wir haben das richtig gut gemacht. Viel besser als in den vorangegangenen Spielen, wo wir uns nach Gegentoren immer verrückt gemacht haben. Da sind wir heute cool geblieben", so Jahn, der in den vergangenen Trainingseinheiten viel Wert auf die interne Kommunikation legte. "Wir haben noch einmal viel miteinander gesprochen. Das scheint Wirkung gezeigt zu haben", so der Motor-Trainer.

Über die gesamte Partie geriet die Mannschaft nicht einmal in Rückstand: Im Gegenteil: Bei Gegentoren gab sie prompt die passende Antwort mit einem weiteren Tor. Als besonders treffsicher erwies sich dabei Kapitän Dirk Lange, der vier Treffer zum Sieg seiner Mannschaft beitrug. Zur Pause führte Motor bereits mit 5:2. In Hälfte zwei stellte der SV binnen kürzester Zeit auf 7:2, doch die Spandauer antworteten ebenfalls mit einem Doppelpack. Auch als die Berliner zum zwischenzeitlichen 8:6 trafen, blieb Motor ruhig und brachte die Führung am Ende über die Zeit.

Mit Christian Hufnagl konnte Steffen Jahn am Samstag eigentlich nicht planen, da der Motor-Spieler zeitgleich Trainer einer Hockey-Frauenmannschaft aus Leipzig ist, die am Samstag selbst in Berlin spielte. Doch 20 Minuten nach Spielbeginn kam Christian Hufnagl in die Halle hineingestürmt. "Ich sag mal so: Ich habe mich beeilt", sagte Hufnagl, der betonte, wie wichtig der Sieg für die gesamte Mannschaft sei. "Daran sieht man ganz gut, welcher Zusammenhalt im Team herrscht. Christian wollte dem Team unbedingt helfen - und hat das mit zwei Toren auch prompt bewiesen", sagte Steffen Jahn. Hufnagl stuft den Sieg als wichtiges Signal ein: "Mit dem Sieg halten wir Anschluss an die Spandauer und haben zeitgleich ein dickes Ausrufzeichen an die gesamte Liga gesendet. Jetzt ist Weihnachten erst einmal gerettet", sagte er.

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