Meeranerinnen gewinnen Bonuspunkte in Berlin

Hockey-Regionalliga: Frauen des SV Motor wachsen ersatzgeschwächt über sich hinaus - Herren verlieren zweimal

Meerane.

Die drei Punkte hatten sich nicht abgezeichnet. Mit einer 0:3-Niederlage beim SC Charlottenburg sind die Hockeyspielerinnen des SV Motor Meerane am Samstag in den Regionalliga-Doppelspieltag gestartet. Vor der Partie am Sonntag gegen den Berliner HC II gab es dann noch Hiobsbotschaften: Zwei als Verstärkung eingeplante nachreisende Spielerinnen meldeten sich krank und Sandra Feistel schied früh verletzt aus. Mit nur einer Wechseloption wuchs Motor aber über sich hinaus und siegte 2:0.

"Das sind für uns extreme Bonuspunkte", sagt SV-Trainer Mirko Götz. Seinem Team bescheinigte er am Sonntag eine taktische Meisterleistung: "Am Samstag hatten wir noch verdient verloren. Gegen den Berliner HC II haben wir dann die Flucht nach vorne gesucht."

Die Meeranerinnen verteidigten etwas höher und sorgten immer wieder für Entlastung. Nach Vorlage von Anika Käßner traf Hanna Rothmund in der ersten Hälfte zur Führung. "Das hat uns natürlich in die Karten gespielt", sagt Götz. Auch im zweiten Durchgang hielten sie die Berlinerinnen vom Schusskreis fern. Nach einer Ecke erhöhte Käßner vor dem letzten Viertel auf 2:0. " Als die Kraft dann weniger wurde, sind wir 130 Prozent gegangen", sagt Götz.

SV-Herren-Trainer Steffen Jahn war nach dem Doppelspieltag - sein Team traf auf die gleichen Vereine wie die Damen - traurig. Das lag aber nicht an der Leistung seines Teams bei der 0:3-Niederlage gegen den Berliner HC II. "Die sind mit fünf aktuellen U-18-National- und einigen gestanden Bundesliga- und Ex-Auswahlspielern angetreten - es war sensationell, wie wir dagegen gehalten haben", so Jahn. Bis vier Minuten vor Schluss lag sein Team 0:1 zurück. "Der Schiedsrichter hat aus heiterem Himmel sieben Meter gegeben. Für die Jungs tut mir das 0:3 Leid", sagt Jahn.

Bereits am Vortag sorgte der Unparteiische bei der 1:3-Niederlage gegen Charlottenburg für Unmut. "Es gab viele Entscheidungen, bei denen er nicht mit der gleichen Elle gemessen hat. Da kam ich mir verschaukelt vor", sagt Jahn. Die Niederlage wollte er aber nicht nur daran festmachen. "Wir haben den Start verschlafen und lagen schnell 0:2 hinten", sagt Jahn. Nach dem Anschlusstreffer durch Christian Hufnagl vergab sein Team in der Folge zu viele Chancen - zweifelhafte Pfiffe führten schließlich zum Endstand. (ewer)

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