Mit 14 schon besser als der Papa

Dwayne Grimm ist eines der größten Kegel-Talente des KSV Hohenstein-Ernstthal. Sein Können hat er schon früh gezeigt.

Hohenstein-Ernstthal.

Zum wiederholten Mal hieß der Sieger der vor zwei Wochen ausgetragenen U-14-Bezirkseinzelmeisterschaft im Kegeln Dwayne Grimm. Der 14-Jährige Kegler des KSV Sachsenring Hohenstein-Ernstthal stand bereits vier Mal ganz oben auf dem Treppchen und erweiterte seine beeindruckende Trophäensammlung, die unter anderem den Deutschen Meistertitel der U-14-Mannschaft beinhaltet, um einen weiteren Pokal. "Ich habe mit Kegeln angefangen, weil es mir Spaß gemacht hat", sagt Dwayne. Jeder Titel sei immer noch etwas ganz besonderes. "Es ist für mich toll, so viele Erfolge feiern zu können und ich bekomme sehr viel Unterstützung von meinen Eltern und meiner Familie. Das ist einfach unglaublich", so der Nachwuchskegler.

Der in Berlin geborene Dwayne Grimm begann 2012 im Alter von sieben Jahren mit dem Kegeln. Wie schon sein Vater, der zu Beginn sein Trainer war, spielte er drei Jahre für den SV Oelsnitz. Aufgrund einer fehlenden U-14-Mannschaft wechselte er zum KSV Hohenstein-Ernstthal, für den er auch jetzt noch aktiv ist. Ein Sonderlob bekam der dortige Trainer von Dwayne, Andreas Weise. Die Beziehung zwischen Spieler und Coach sei perfekt, wie Dwaynes Vater Kai Kretzschmann erklärt: "Er arbeitet wirklich an den Feinheiten und macht ihn noch mal besser. Er achtet zum Beispiel auf das richtige Stellungsspiel oder den richtigen Anlauf. Das ist heutzutage selten."

Dwayne hat außerdem eine Gastspielgenehmigung beim VfB Eintracht Fraureuth, um an den Mannschaftswettbewerben teilnehmen zu können. Das Pendeln zwischen den zwei Vereinen ist für ihn kein Problem: "Ich spiele für Eintracht ausschließlich bei den Mannschaftswettbewerben", so Dwayne. Bei den Bezirksmeisterschaften musste er gleich gegen drei seiner Teamkollegen aus Fraureuth antreten, die er auf die Plätze zwei bis vier verwies. "Ich gehe einfach auf die Bahn, konzentriere mich nur auf mich. Aber so eine Situation ist schon lustig. Da haben wir noch gegeneinander gespielt und am Wochenende haben wir zusammen bei den Landesmeisterschaften als Team gekegelt", so Dwayne. Die fanden am 7. April in Freital statt. "Das Ziel von Fraureuth war der zweite Platz, der zur Qualifikation für die deutsche Meisterschaft reicht", so Dwayne, der auch BVB-Fan ist. Das ist der Mannschaft aus Fraureuth mit der Silbermedaille gelungen.

Im Gespräch mit Dwayne und seiner Familie kam es auch zum ein oder anderen Lacher. Auf die Frage, wer denn sein Vorbild sei, antwortete der Hohndorfer: "Mein Papa. Und jetzt bin ich schon besser als er", worauf der Vater mit einem Schmunzeln erwiderte: "Leider ja". Die Beziehung der beiden, die auch oft an der Playstation gegeneinander spielen, ist sehr gut: "Ich unterstütze ihn und er ist auch oft bei den Männerspielen dabei und feuert uns da an. Gerade in der Jugendmannschaft ist der Zusammenhalt großartig. Wenn zwei Mann spielen, stehen die anderen dahinter und motivieren", sagt Kai Kretzschmann. Der eher schüchterne Dwayne blüht beim Sport auf: "Beim Anfeuern ist er der Chef. Er ist das Sprachrohr für die anderen", so sein Vater.

Für den erst kürzlich 14 gewordenen Dwayne geht es in der nächsten Saison schon in die U 18. Aber Angst hat er davor keine: "Das wird mein erstes Jahr mit großen Kugeln. Ich trainiere einfach hart, gebe mein bestes und versuche zu gewinnen, was zu gewinnen geht", blickt Dwayne voraus. Auch für die Zukunft setzt er sich große Ziele: "Ich will auf jeden Fall in die erste oder zweite Liga."

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