Möglichst fit ins Spitzenspiel

Nach einer Woche Pause sind die Zwickauer Handballerinnen bei Vorjahresmeister Buchholz-Rosengarten gefordert. In der Vorbereitung spielen auch die beiden Physiotherapeuten eine wichtige Rolle.

Zwickau.

Meister 2018 und 2019 in der 2. Bundesliga, in 64 Spielen nur 15 Punkte abgegeben - die Statistik des HL Buchholz-Rosengarten ist beeindruckend. Um die Qualität der Mannschaft aus dem Süden von Hamburg weiß auch Norman Rentsch. "Sie sind für mich der absolute Favorit der Liga. Das Team ist sehr breit aufgestellt und in seiner Leistung sehr konstant", sagt der Trainer des BSV Sachsen Zwickau. Entmutigen lässt sich der Coach davon nicht. Auch wenn man diesmal wohl nicht selbst entscheiden könne, wer gewinnt, so sieht er sein Team beim Auswärtsspiel am Samstag (Anwurf 19 Uhr) nicht chancenlos: "Wenn Rosengarten Schwächen zeigt, müssen wir da sein. Für uns gilt es, sehr diszipliniert zu spielen und die Ruhe zu bewahren. Wir wollen ein gutes Spiel machen."

Dass das beim Favoriten durchaus gelingen kann, haben die Zwickauerinnen in der vergangenen Saison bewiesen. Da hielten sie die Partie lange offen, führten drei Minuten vor Schluss sogar 25:24. Erst mit drei Treffern in Folge zum 27:24 entschied Rosengarten das Spiel noch für sich. Mit elf Toren war damals Jenny Choinowski erfolgreichste BSV-Werferin. Hinter ihrem Einsatz am Samstag steht aber ebenso ein Fragezeichen wie hinter dem von Torhüterin Charley Zenner. Letztere hat mit einem Magen-Darm-Infekt zu kämpfen, Choinowski verletzte sich am Dienstagabend beim Training am Oberschenkel.

Ob sie auflaufen kann, das werden Kristin Seeber und Danilo Menge mitentscheiden. Die beiden Physiotherapeuten kümmern sich seit dieser Saison gemeinsam um die Betreuung des Teams. Bereits seit 2012 unterstützt die 33-jährige Zwickauerin den BSV an der Seitenlinie, der 39-jährige Leipziger kam im Sommer dazu. Schon während seiner Zeit beim HC Leipzig arbeitete Rentsch mit Menge zusammen. "Mir ist es wichtig, dass beim Training jemand dabei ist, der sich im medizinisch-therapeutischen Bereich auskennt. Das hat etwas mit Professionalität zu tun. Mit Kristin und Danilo haben wir da ein tolles Team", sagt der BSV-Trainer.

Bei den vier wöchentlichen Trainingseinheiten und den Spielen ist immer einer der beiden Physiotherapeuten vor Ort. "Ich habe in den vergangenen Jahren versucht, zumindest einmal die Woche zum Training zu kommen. Mit einem 40-Stunden-Job ist mehr einfach schwer abzudecken gewesen. Zu zweit klappt das jetzt", erzählt Kristin Seeber, die in einer Praxis in Kirchberg arbeitet. Durch die kam auch der Kontakt zum BSV zustande und später noch zum Deutschen Handball-Bund. Beim Verband betreut sie die Jugendnationalmannschaft der Mädchen. Selbst Handball gespielt hat Seeber übrigens nie, das gleiche trifft auf Danilo Menge zu.

Wie wichtig es ist, dass immer ein Physio dabei ist, zeigte sich beim Training am Dienstagabend. Als es Jenny Choinowski in den Oberschenkel fuhr, konnte Menge gleich reagieren. Und vor allem sah er, welche Bewegung sie zuvor gemacht hatte: "So weiß ich im Zweifel schon, was es sein könnte und kann schnell richtig reagieren." Die Arbeit von Menge und Seeber beginnt aber nicht erst bei Verletzungen. "Wir sind auch dafür da, Norman zu sagen, wann eine Spielerin vielleicht nicht hundertprozentig fit ist und im Training anders belastet werden muss. Wie schauen einfach die ganze Zeit, ob uns bei den Bewegungen der Spielerinnen was auffällt. So beugt man ganz einfach Verletzungen vor", erklärt Daniel Menge. Warum er und seine Kollegin einen Großteil ihrer Zeit neben dem normalen Job für den BSV investieren, da haben beide die gleiche Antwort: "Die Truppe ist einfach toll und es macht Spaß mit den Mädels."

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