Moseler genießt die Quälerei

Triathlet Stefan Bauer hat zum ersten Mal den Ironman auf Hawaii gemeistert. Der nächste Start auf der Insel scheint bereits eingeplant.

Mosel.

3,9 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und dann noch einen Marathon laufen - was für viele Menschen nach wenig Vergnügen klingt, hat Stefan Bauer in der Nacht von Samstag auf Sonntag richtig Freude bereitet. "Dank vieler Tipps und Ratschläge konnte ich den Wettkampf tatsächlich voll und ganz genießen", erzählt der 48-Jährige aus Mosel. Nach 10:39:49 Stunden lief er beim Ironman auf Hawaii ins Ziel und wurde dort von Ehefrau Viola sowie einem befreundeten Paar schon erwartet: "Das hat perfekt gepasst, dass ich die drei auch direkt gesehen habe. Auch an der Strecke hat das ein paarmal gut funktioniert."

Im Vorfeld hatte sich Stefan Bauer sportlich nur ein Ziel gesetzt - im Hellen den Wettkampf zu beenden. Das klappte. In den Stunden zuvor saugte er die vielen Eindrücke auf und neben der Strecke förmlich auf. "Das Schwimmen im Pazifik war trotz der hohen Wellen wirklich ein einmaliges Erlebnis. Schließlich durfte ich beim Ironman Hawaii an der Startlinie stehen", sagt der Moseler, der sich im Juli im dritten Anlauf für den legendären Wettkampf qualifizieren konnte. Beim Radfahren ließ sich Stefan Bauer auch nicht von einem Plattfuß nach rund 15 Kilometern aus dem Konzept bringen. Knapp sechs Minuten brauchte er, um den Schlauch zu wechseln.

Dann ging es auf den endlos erscheinenden Highway durch die karge Landschaft Richtung Wendepunkt in Hawi. "Kurz bevor ich den erreicht hatte, kam auch der gefürchtete Wind auf. Der blies mir auf dem gesamten Rückweg ins Gesicht", erzählt Bauer. Seine gute Laune litt auch beim abschließenden Marathon auf dem sich endlos lang anfühlenden Highway nicht: "Jeden Kilometer oder wie man hier sagt Meilen hab ich echt genossen. Natürlich war es anstrengend. Aber da sich teilweise auch Wolken vor die brennende Sonne geschoben haben, waren die Bedingungen zwar hart, aber nicht unerträglich." Schon kurz nach seiner Premiere scheint der Moseler den nächsten Start auf Hawaii bereits zu planen. "Vielleicht sind beim nächsten Mal noch ein paar mehr von euch Fans mit vor Ort", schreibt er in der WhatsApp-Gruppe "Stefan goes to Hawaii".

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