Motor-Damen feiern Titelgewinn

Die Hockeyspielerinnen aus Meerane haben einmal mehr ihre mannschaftliche Geschlossenheit unter Beweis gestellt. Für ein Talent gab es am Sonntag nicht nur Glückwünsche für die Meisterschaft.

Meerane.

Dass es zweimal Grund zur Freude geben würde, war Paula Prager schon vorher klar. Immerhin feierte die Hockeyspielerin am Sonntag ihren 17. Geburtstag - genau an dem Tag, an dem ihr und dem SV Motor Meerane die Schale für die Meisterschaft in der Mitteldeutschen Oberliga überreicht wurde. Doch auch der souveräne 4:0 (2:0)-Erfolg am letzten Spieltag gegen den Tabellenvierten HCLG Leipzig kam für die Nachwuchsspielerin nicht völlig überraschend. "Wir haben uns das schon vorgenommen", sagte sie.

Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung ließ Motor keinen Zweifel daran aufkommen, wer den Platz als Sieger verlassen würde. "Ich bin sehr zufrieden", sagte Trainer Mirko Götz nach der Partie. Obwohl das Spiel extra drei Stunden von 14Uhr auf 11 Uhr vorverlegt wurde, zeigten die Thermometer Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke an. "Wir haben ziemlich viel gewechselt, es aber entspannt und routiniert gespielt", sagte Götz.

Bereits in der vierten Minute brachte Melanie Lange Motor im Anschluss an eine Strafecke in Führung. Ein Missverständnis in der Abwehr hätte Leipzig fast zum Ausgleich genutzt. Doch als SV-Torhüterin Nathalie Hilsberg die Leipziger Julia Schulze hart abdrängte, blieb ein möglicher Siebenmeter-Pfiff aus. Gegen Ende des ersten Abschnitts zogen die Meeranerinnen das Tempo nochmals an. Einige Chancen blieben ungenutzt, doch Anika Käßner verwertete einen Pass von Laura Remus mit einer schönen Einzelleistung zum 2:0 - und kam dadurch wohl auf den Geschmack.

"Anika hat zur Pause vorgegeben, dass wir insgesamt sechs Tore schießen sollen", sagte Motor-Kapitänin Anja Küchler. Ganz so viele wurden es nicht. Kurz nach Wiederanpfiff scheiterten Käßner und Paula Prager mit einer Doppelchance. Das Geburtstagskind leitete danach aber den dritten Treffer ein, als sie den Ball perfekt auf Marie Rothmund durchsteckte. Diese wurde von der gegnerischen Torhüterin von den Beinen geholt, den fälligen Siebenmeter versenkte Käßner zum 3:0 (42.).

Wetterbedingt nahm Motor zwar öfter das Tempo raus, blieb aber wie das Wetter - heiß, und das vor allem auf Tore. Dies wurde deutlich, als sich die Kapitänin über einen nicht gegebenen Treffer ärgerte. Die Schiedsrichter erkannten den Vorteil nicht und pfiffen zu früh auf Strafecke für Meerane, die in der Folge jedoch ungenutzt blieb. In der 55.Minute holte Küchler ihren Jubel nach und traf zum 4:0-Endstand.

Der Star bei den Meeranerinnen ist jedoch eindeutig die Mannschaft. "Wir sind eine komplette Truppe mit einem tollen Mannschaftsgeist", so Küchler. Extra für das letzte Spiel liefen zum Beispiel Pauline Rothmund und Jenny Lorenz auf, die aus privaten Gründen zuletzt nicht dabei waren. Von den Rängen feuerte auch Stephanie Warmuth das Team an, die sich in der Vorwoche eine starke Prellung an ihrem Handgelenk zuzog. Und auch die Integration der Neuen läuft prima. "Ich fühle mich sehr gut aufgenommen in der Mannschaft", sagte Paula Prager. Ebenso wie Alexandra Kuban absolvierte die Stürmerin ihre erste Saison bei den Damen. Zusammen durften die Talente auf den offiziellen Jubel-Fotos gleich die Schale und Urkunde zum Meistertitel in die Kamera halten.

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