Motor-Frauen bauen Tabellenführung weiter aus

In der Hockey-Oberliga haben die Meeranerinnen einen guten Start in die Rückrunde hingelegt. Das freute auch den Trainer der Herren - der in Berlin nur wenig zu jubeln hatte.

Meerane.

Die Freude war ihm deutlich anzuhören. "Das ist ein optimaler Start gewesen" sagte Mirko Götz, Trainer der Hockey-Damen des SV Motor Meerane. Als Spitzenreiter der mitteldeutschen Oberliga siegte sein Team zum Rückrundenauftakt der Feldsaison beim Zweitplatzierten ESV Dresden mit 2:1 (1:0) - und vergrößerte den Vorsprung auf Rang 2 damit auf acht Punkte. "Die Dresdner sind unser stärkster Gegner, das ist perfekt für uns gelaufen", sagte Götz.

Auch im Spiel selbst erwischten die Meeranerinnen einen Start nach Maß. Bereits in der 3. Minute klingelte es im Kasten der Gastgeberinnen, die mit vielen personellen Änderungen in die Partie gingen. Melanie Lange verwertete eine Strafecke zur Gäste-Führung. "Danach waren wir gut im Spiel und hatten flüssige Kombinationen", so Götz. Besonders in der Mitte habe sein Team gut gestanden und kaum etwas zugelassen. "Da haben wir perfekt harmoniert", so der Trainer. Doch trotz weiterer Chancen für Motor blieb es bis zur Pause beim 1:0. "Gerade in der ersten Hälfte hatte Meerane eine spielerische Überlegenheit, in der zweiten Hälfte war es dann ausgeglichen", so ESV-Trainer Tom Gabel.

Lilly Gawlitza traf nach der Pause für die Dresdnerinnen zum 1:1 (45.Minute). Für das Tor gab es sogar Lob vom Gegner. "Das war eine sehr schöne Kombination", so Motor-Trainer Götz. Doch auch der SV glänzte im Zusammenspiel. Nach einer Ecke erzielte Anika Käßner den Treffer zum 2:1-Endstand (57.). "Über das gesamte Spiel gesehen war es ein verdienter Sieg für Meerane", so ESV-Coach Gabel.

Eine Gratulation gab es auch vom Trainer des Meeraner Männer-Teams. "Das war stark", sagte Steffen Jahn erfreut. Seine Jungs bezahlten dagegen beim 1:5 (0:1) in Charlottenburg viel Lehrgeld. "Aber die Niederlage ist zwei Tore zu hoch ausgefallen", so Jahn. Dennoch rutschte Motor nach dem ersten Rückrundenspiel auf den vorletzten Platz der Regionalliga Ost ab. "Wir werden aber nicht den Kopf in den Sand stecken", so Jahn. Das Team werde die richtigen Schlüsse für die Heimspiele gegen TC BW Berlin II (11. Mai) und Zehlendorf (12. Mai) ziehen.

Zumal der Übungsleiter mit der ersten Hälfte gegen Charlottenburg zufrieden war: "Quasi mit dem Halbzeitpfiff bekommen wir das Gegentor nach einem Siebenmeter, bis dahin haben wir sehr gut gespielt." Durch einen individuellen Fehler der Meeraner erhöhte Charlottenburg nach der Pause auf 2:0. Eine Auszeit brachte neuen Schwung, Jens Geier verkürzte auf 1:2. "Danach haben wir für zehn Minuten aufgehört, Hockey zu spielen. Dafür habe ich keine Erklärung ", so Jahn. Der SC nutzte die Unsicherheit zum 3:1. Zwar fing sich Meerane wieder, doch Chancen zu einem möglichen Anschlusstreffer blieben ungenutzt. "Durch zwei Glücksschüsse hat Charlottenburg den Sieg dann deutlicher gemacht, als er war", sagte Jahn, der mit Joss Brandenstein und Wilhelm Keller auf zwei wichtige Spieler verzichten musste. Für die Heimspiele ist Jahn zuversichtlich: "Wir müssen jetzt den Mund abputzen, 14 Tage hart trainieren und an den richtigen Hebeln ansetzen."

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