Motors Kampf wird nicht belohnt

In der Regionalliga sind Meeranes Hockeyspieler gegen Mariendorf zu spät in Tritt gekommen. Die Damen kratzten am Punktgewinn - und haben sich für die Hallensaison gehörig Respekt verschafft.

Meerane.

Sie waren gegen den Mariendorfer HC nur in der Außenseiterrolle, soviel war schon vor Spielbeginn klar. Doch eine derbe Klatsche wollte sich die Herrenmannschaft des SV Motor Meerane in der Hockey-Regionalliga vor heimischen Publikum gegen den Absteiger aus der 2. Bundesliga dann auch nicht abholen. "In der Halbzeitpause gab es eine Trotzreaktion", sagt Alexander Hammer, der in Abwesenheit des Motor-Trainers Steffen Jahn am Sonntag an der Seitenlinie stand. Die zweite Hälfte entschieden die Meeraner dann mit 2:0 für sich - nur leider ging die erste 0:5 verloren. Durch die Niederlage bleibt Meerane als Vorletzter zum Ende der Hinrunde auf dem Feld mit vier Punkten auf einem Abstiegsplatz. Das rettende Ufer ist zwei Zähler entfernt.

"Uns hat am Anfang die Sicherheit gefehlt, auch mental", sagt Hammer zum Spiel gegen Mariendorf. Frühe Gegentreffer ließen das Selbstvertrauen auch nicht ansteigen. "Die Mariendorfer sind individuell sehr stocksicher und nutzen Lücken dann auch eiskalt aus", erklärt der Aushilfscoach. Und so fanden die Meeraner in den ersten beiden Vierteln nicht ins Spiel.

"Wir sind im kämpferischen stark. Nach der Pause sind wir giftig und aggressiv draufgegangen und haben so auch kein weiteres Gegentor mehr kassiert", sagt Hammer. Stattdessen gab es eine kleine Aufholjagd. Jens Geier erzielte das 1:5, Max Methe das 2:5. Auch einen Pfostenschuss verzeichneten die Meeraner noch. "Das Spiel hätten wir wohl nicht mehr gedreht", so Hammer, "aber wenn der Ball reingeht, wäre es vielleicht noch einmal spannend geworden".

Spannung bis zum Schluss bot im Anschluss das Regionalliga-Spiel der Meeraner Damen, die ebenfalls auf den Mariendorfer HC trafen. "Wir waren die ganze Zeit über dran und hätten einen Punkt verdient gehabt", sagt SV-Trainer Mirko Götz. Doch am Ende musste sich sein Team 0:1 geschlagen geben.

Ersatzgeschwächt boten die Meeranerinnen dem Tabellenführer einen großen Kampf. Obwohl Torhüterin Constanze Kraska im Feld aushalf, hatte Motor nur eine Wechselspielerin zur Verfügung. "Es ist unglaublich toll, was die Spielerinnen geleistet haben. Mariendorf hatte sogar weniger Torchancen", sagt Götz. Nur per Siebenmeter kamen die Gäste in der 40. Minute zum Torerfolg, einen weiteren entschärfte Torhüterin Nathalie Hilsberg. Die größte Chance für Meerane bot sich Melanie Lange, deren Abschluss nach einer Strafecke aber nur an den Pfosten klatschte. Mit sieben Punkten und Rang 6 stehen die Meeranerinnen zum Ende der Hinrunde voll im Soll und über dem Strich. "Wir waren in fast allen Spielen dicht dran und haben gezeigt, dass wir auch mit unseren kleinen Kader mithalten können", sagt Götz.

Die knappe Niederlage gegen Mariendorf soll auch Schwung für die Hallensaison geben. Dort treten die Meeranerinnen in der Regionalliga Ost zu Saisonbeginn am 16. November bei Rotation Prenzlauer Berg und einen Tag später beim Mariendorfer HC an. "Durch das 0:1 haben wir uns viel Respekt verschafft und gezeigt, dass mit uns zu rechnen ist", sagt Götz. Für die Herren beginnt die Hallensaison in der 2. Bundesliga am 1. Dezember mit einem Gastspiel beim Spandauer HTC.

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