Mülsen vereitelt das Meisterstück

In der Fußball-Westsachsenliga ist Spitzenreiter Reinsdorf-Vielau nicht über ein 0:0 hinausgekommen. Der SV St. Niclas verdiente sich den Punkt mit starker Defensivarbeit.

Reinsdorf.

Die Meisterfeier ist vorerst vertagt. "Natürlich hätten wir das heute gerne vor heimischer Kulisse entschieden", sagte am Sonntag Trainer Andre Göbel von der SpVgg Reinsdorf-Vielau nach der Partie. Mit einem Sieg hätte sein Team die Meisterschaft am viertletzten Spieltag perfekt machen können. "So ist der Fußball eben. Aber enttäuscht über das 0:0 bin ich nicht. Es sind ja noch drei Spiele", so Göbel.

Ohne Kevin Nickolai (verletzt) und Carsten Pfoh (Urlaub) übte sein Team von der ersten Minute an Druck auf die Mülsener Defensive aus und konnte sich durch Marcel Lange immer wieder gefährliche Torraumszenen erspielen. Zumeist scheiterten sie aber am glänzend aufgelegten Mülsener Schlussmann Nick Nürnberger. "Die Mülsener haben das defensiv sehr gut gemacht. Und ihr Torwart war super drauf", sagte André Göbel ein. Offensiv bot St. Niclas allerdings wenig an. "Wir haben versucht, tief zu stehen und dann über Konter zu kommen. Das hat heute nicht so gut geklappt", erklärte der Mülsener Trainer Henri Schwarz. "Ich bin aber dennoch sehr zufrieden, wie wir das heute insgesamt gemacht haben. Hier einen Punkt mitzunehmen, ist schon eine super Leistung", so Schwarz.

In der zweiten Hälfte erhöhte Reinsdorf zwar den Druck noch einmal, aber an der Mülsener Abwehr war kein Vorbeikommen. Einzig Standardsituationen sorgten für Gefahr für das Mülsener Tor. So wie in der 87. Minute, als der eingewechselte Markus Teicher die Führung auf dem Fuß hatte. Nach einer Ecke konnten die Mülsener den Ball nicht entscheidend klären, sodass der Ball bei Teicher landete. Dieser setzte sehenswert zum Fallrückzieher an, aber der Ball klatschte nur an die Latte. Es sollte einfach nicht sein.

Drei Spieltage vor Schluss steht die SpVgg mit 50 Punkten weiterhin unjangefochten an der Spitze der Westsachsenliga. Einzig und allein der FC Sachsen Steinpleis-Werdau (42 Punkte) kann den Reinsdorfern die Meisterschaft, zumindest rechnerisch, noch streitig machen.

Schiedsrichter: Stiller (Oberlungwitz). Zuschauer: 109.


Kein Sieger in Planitz

SV Planitz - Oberlungwitzer SV 1:1 (1:1). Planitz wollte nach vier sieglosen Spielen wieder punkten und der OSV seine gute Ausgangsposition im Aufstiegsrennen behaupten. In einer Partie auf Augenhöhe ging der Gast durch Bahner in Front (10.), da Pech die Innenbahn öffnete. Doch Planitz kämpfte sich rein und zeigte auch guten Fußball. Der Lohn: In der 37. Minute köpfte Fugmann nach Ecke von Albrecht zum 1:1 ein. Nach der Pause hatte der OSV mehr Ballbesitz, Planitz aber die besseren Chancen. Mit der gerechten Punkteteilung kann Planitz besser leben als der Gast. (tsl)


Schützenfest in Mülsen

Blau-Gelb Mülsen - SG Friedrichsgrün 7:2 (5:1). Mit jeweils drei Toren haben Franz Thümmler und Philipp Gust am Sonntag für den höchsten Sieg des 23. Spieltages gesorgt. Die Mülsener führten schon zur Pause deutlich und verbesserten sich wieder auf den dritten Tabellenplatz. Der würde in der aktuellen Konstellation den Aufstieg bedeuten. Friedrichsgrün braucht nach der fünften Niederlage in Folge dagegen ein kleines Wunder zum Klassenerhalt. (fp)


Punkte bleiben in Meerane

Meeraner SV II - TSV Crossen 3:0 (0:0). Nach Steinpleis-Werdau stolperte mit Crossen die zweite Spitzenmannschaft der Liga in Meerane. Die Gastgeber hatten vor der Pause bei einem Lattenkopfball das nötige Glück auf ihrer Seite und mit Wesser einen starken Rückhalt im Tor. Nach dem Seitenwechsel stellte Geburtstagskind Philipp Hofrichter mit einer gelungenen Einzelaktion zum 1:0 die Weichen auf Sieg. Hattwig per Sonntagsschuss und Maschek nach Hofrichter-Vorlage banden letztlich den Sack für den MSV II zu. (tyg)


Werdau gewinnt das Topspiel

TV Oberfrohna - FC Sachsen Steinpleis-Werdau 1:2 (0:1). Im Spitzenspiel beschworen die Oberfrohnaer in der ersten Halbzeit immer wieder mit ihren Eingaben Torgefahr herauf. Die Gäste setzten auf ihr schnelles Umschaltspiel, das ihnen auch zur Führung durch Krabacz verhalf. Nach dem Seitenwechsel investierten die Platzherren deutlich mehr und kamen nach starker Vorarbeit von Tesoura zum verdienten Ausgleich von Kunze.

Danach war Oberfrohna am Drücker, bis der FC Sachsen wieder mit Erfolg umschaltete und Krebs traf. (tyg)


Wembley-Tor in Schönfels

SG Schönfels - VfL Wildenfels 1:3 (1:0). Schönfels dominierte eine Halbzeit klar, verpasste es nach dem 1:0 aber den Sack zuzubinden. Zudem hielt Gästekeeper Kirchberger sein Team mit tollen Paraden im Spiel. Mit einem umstrittenen Wembley-Tor von Gemeinhardt, der den Ball an die Lattenunterkante hämmerte, von wo aus der Ball nach Ansicht des Linienrichters knapp hinter der Torlinie aufsprang, glichen die Wildenfelser aus. Danach stellten Schubert und Sachs die Weichen für den VfL auf Sieg, da Schönfels einen Elfer verschoss. (gd)


Punkteteilung in Limbach

FSV Limbach-Oberfrohna - Traktor Neukirchen 1:1 (0:0). In einer an Höhepunkten armen ersten Halbzeit konnte keines der beiden Team das Spiel an sich reißen. Erst in der 65. Minute kamen die Gäste durch Maxim Schlaeger in Führung. Fünf Minuten später zeigten die Gastgeber unter Druck ihr Potenzial: Eine schöne Hereingabe vollstreckte Danilo Ocana Garcia aus acht Metern zum Ausgleich und rettete dem FSV am Ende einen Punkt. "Der Mannschaft fehlte es heute leider an Leidenschaft", so FSV-Trainer Tim Strathe. (atl)

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