Nach Erfolg im Derby: Trainer lobt Mentalität

Eishockey: Zweitligist Crimmitschau macht es gegen Dresden spannend

Crimmitschau.

Die Eispiraten-Fans feierten ihre Mannschaft am Freitagabend fast wie nach einem Titelgewinn. Dabei hatten die Cracks um Kapitän Adrian Grygiel in der Deutschen Eishockey-Liga 2 "nur" das Sachsenderby gegen die Dresdner Eislöwen gewonnen. Für den ausgelassenen Jubel auf den Rängen gab es mehrere Gründe: So hatte Vincent Schlenker erst 44 Sekunden vor der Sirene die Scheibe zum entscheidenden 7:5 ins verwaiste Dresdener Gehäuse befördert. Zugleich war der erneute Heimdreier der Crimmitschauer gegen das seit Oktober 2015 im Sahnpark sieglose Team aus der Landeshauptstadt die beste Antwort auf die Aktionen der Gästefans. Die hatten während des Spiels mit Sprechchören ("Absteiger, Absteiger") und einem Banner ("Ihr seid der Mythos, der Playdowns spielt") gegen die Hausherren gestichelt. Eispiraten-Trainer Daniel Naud äußerte sich zufrieden. "Das Spiel meiner Mannschaft war eine Mentalitätsleistung. Die Jungs wollten das Derby unbedingt gewinnen", kommentierte er das Geschehen vor den knapp 3200 Zuschauern im Sahnpark, wobei sich die Eispiraten das Leben über weite Strecken selbst schwer machten.

David Kuchejda nach 139 Sekunden und Ty Wishart in Überzahl in der 13. Minute schossen die Hausherren mit 2:0 in Führung. Dieser Vorsprung war aber schnell wieder dahin. Ein Scheibenverlust an der eigenen blauen Linie und eine eher überflüssige Strafe nutzte Dresdens Dale Mitchell zum Anschluss und zum Ausgleich (14./17.) Die erneute Crimmitschauer Führung von Mitch Wahl (25.) glich Ex-Eispirat Jordan Knackstedt (37.) wieder aus. Nur 54 Sekunden später schoss Austin Fyten die Gastgeber erneut in Führung. Eislöwe Petr Pohl markierte das 4:4 (42.), bevor die Eispiraten mit einem Doppelpack für die Vorentscheidung sorgten. Austin Fyten (53.) und Vincent Schlenker (54.) stellten binnen 55 Sekunden auf 6:4. Ein Abwehrschnitzer der Crimmitschauer hatte in der 56. Minute aber noch den 5:6-Anschluss der Dresdner durch Zauner zur Folge, so dass die Eispiraten-Fans bis zur Schlussminute um den erneuten Heimsieg im Derby zittern mussten.

Ab dem Mittelabschnitt musste Daniel Naud auf den tschechischen Stürmer Lukas Vantuch verzichten. Der Hüne hatte im ersten Drittel einen Puck auf den Knöchel bekommen und konnte das Spiel nicht zu Ende bestreiten.


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