Neukirchener mit Sturzpech auf Grand-Prix-Kurs

Motorsport: Zweites Saisonrennen in Italien endet für Phillip Tonn im Kiesbett - "Es wäre mehr drin gewesen"

Neukirchen.

Phillip Tonn aus Neukirchen hat bei seinem zweiten Saisonrennen im MotoGP Rookies Cup Lehrgeld gezahlt. Auf dem italienischen Autodromo del Mugello kam der 13-Jährige nicht so zurecht, wie er sich das vorgestellt hatte. "Die Strecke ist eine der schwersten Kurse im Kalender", wusste Trainer Dirk Heidolf schon im Vorfeld. "In den Trainingsläufen hatte sich Phillip gut eingewöhnt, auch die Qualifikation lief gut an. Im ersten Zeittraining stand er zwischenzeitlich auf Platz 17", berichtet Heidolf.

Doch dann unterlief ihm ein Anfängerfehler. Phillip Tonn versuchte alleine zu fahren und wurde auf Startplatz 24 durchgereicht. Denn die langen Geraden des Grand-Prix-Kurses sind ohne Windschatten nicht schnell genug zu meistern. "Ich war Vorletzter am Start, das ist schon echt deprimierend", ärgert sich der junge Rennfahrer.

Im Rennen bot er zunächst eine starke Leistung. In den ersten beiden Runden fuhr er bis auf Position 21 vor. "Phillip konnte in einer Gruppe von Platz 17 bis 22 gut mithalten", berichtet Heidolf. Doch in Runde 11 kam es in einem Zweikampf mit dem US-Amerikaner Tyler Scott zu einer Berührung. Phillip Tonn landete mit seiner KTM im Kiesbett. "Es ist so ärgerlich. Es wäre mehr drin gewesen", sagt der 13-Jährige.

Für Trainer Dirk Heidolf ist das aber kein Beinbruch: "Im Moment macht sich Phillip zu viel Druck. Alle im Cup und von KTM sind mit seinen Fortschritten zufrieden, auch wenn man das im Moment noch nicht in den Ergebnislisten sieht. Für einen Jungen, der bislang meist vorne dabei war, ist es natürlich schwer, sich jetzt langsam Schritt für Schritt die Erfolge erarbeiten zu müssen. Aber auch das wird er lernen." Am letzten Juni-Wochenende gastiert der Rookies Cup im niederländischen Assen. (amy)

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